Gnadenlos attraktive Psychosen oder psychotische Attraktivität?

Wie fängt man einen Beitrag an, denn man so nie schreiben wollte?
Was als witziges „Experiment“ anfing, endete in einer Gefühlsachterbahn.
Es tut mir leid, ich wollte das nicht, es verlief ganz anders als geplant.

Immer wieder fallen mir Frauen auf, die unmöglich nüchtern aushaltbar sind. Sie zicken, sie beschwören Dramen
und sind chronisch unzufrieden mit ihrem Freund. Netterweise fällt da oft der Satz den wir wohl alle schon gedacht haben:
„Die wird wohl andere Qualitäten haben“. Das dumm gut fickt ist ja schon ein weitverbreiteter Glaube, aber wie sieht es mit
Psychos aus? Sind Männer bereit, über den Charakter einer Frau hinwegzusehen, wenn Aussehen und Bettqualitäten stimmen?

Das war die Frage die folgenden Versuchsaufbau anstoß:

Einem Typ eine Woche lang den Psycho vorspielen und darauf achten, ob er danach immernoch mit mir ins Bett will.
Vor einigen Wochen lernte ich dann einen Probanden kennen: Einen ziemlich gebildeten jungen Mann. Wir lernten uns in einer
Cafeteria kennen und auch ein paar Tage danach gingen wir erneut ein Heißgetränk zusammen schlürfen, eher er Freitags auf eine
Geschäftsreise musste. Er machte mir nicht undeutlich klar das er mich attraktiv findet und welche absichten er hatte.

Perfekt, mein Kandidat!

Wir blieben also in Kontakt und in der Woche in der er im Ausland war, wir aber textlich Kommunizierten, sollte ich zur
Psychoversion meiner selbst werden. Ich fing ganz harmlos und steigerte mich immer weiter, doch er fand immer die richtige Reaktion,
sodass ich gar nichts hatte, worauf ich aufbauen konnte.
Dann fing ich an zu klammern. Ich schrieb ihn, das er mein Schatz sei, das ich ihn vermisse und froh bin wenn er wieder da ist (Nach 2 Wochen
Kontakt). Auch hier fand er immer wieder die richtigen Worte, sodass er mich in meiner Psychoart sehr drosselte.
Ich machte weiter, irgendwann kamen eklige Sexpraktiken dazu.
Als er sich auch durch diese nicht abschrecken ließ, ging ich in die vollen: Ich nannte ihn Lügner, das er mich nur ausnutzen will wie alle
anderen Männer und das ich schon oft verarscht wurde und ich fürchte, das sich dies nun wiederhole.

Keine Antwort diesmal. Am Tag darauf auch keine. Das hat mich etwas geärgert, denn Psycho-N. ist nur eine Rolle und vorm Bildschirm
saß die richtige N. Mir war das bewußt, nur ihm nicht und ab dem Zeitpunkt, wo mir klar wurde, ich habe es geschaft, ich habe einen
netten Menschen unnötigerweiße vergrault, überfuhr mich ein schlechtes Gewissen. Das hat er nicht verdient, er war nur nett zu einer Frau,
die sich oft beschwert, das es keine anständigen Männer mehr gibt.

Ich erkläre damit dieses „Experiment“ für gescheitert. Ich hatte es für witzig und interessant gehalten, herauszufinden
was passiert wenn ich mich wie die Frauen verhalte, die für mich absolute „No-Gos“ sind. Mit so einem Verhalte mache ich mich
aber nur selbst zum No-Go, denn besser als nachspielen ist wohl als sich selber zu punkten und froh, das man den Atribut „Psycho“ nicht verdient.
Ich aber schon nach dieser Aktion, denn ich weiss gerade nicht was schlimmer ist, so zu tun als sei man einer oder einer zu sein.

Ich bereue es zutiefst, einen durchaus netten Mann mit so einer Aktion geschadet und verjagt zu haben. Das war kindisch.

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Asexualität statt Detoxsmoothies

Die meisten in der Singlewelt sind sexlos, weil es ihnen an passenden Gelegenheiten fehlt.
Nicht hübsch genug, passt charakterlich nicht, er hat einen Mitbewohner und du wohnst zu Hause, die Entfernung…
Es gibt viele Faktoren, die dazu führen, die nicht dazu führen, das man vögelt.
Aber ich kenne kaum einen, nein wenn ich darüber nachdenke keinen, der die optimale Sexgelegnheit ausschlagen würde.

Ich tue das seit einiger Zeit. Sexgelegenheiten ausschlagen. Kein Sextexten. Keine Masturbation.

Zuerst tat ich es wirklich, aus Mangel an Gelegenheiten. Irgendwas zwickte immer, nie war ein passender Partner da oder eine
glückliche Fügung. Irgendwann, als mein Körper aus der untervögelten Phase rauswuchs, passierte es: Ich wuchs. Ich reifte sogar.

Unser ganzes Leben wird normalerweiße von Sex bestimmt. Alles, was wir tun hat mehr oder weniger mit Fortpflanzung zu tun. Frauen schminken sich morgens, um unter anderen vor Männern sexy auszusehen. Wir wählen unseren Beruf, um das andere Geschlecht
möglichst zu beeidrucken, sowie unser Auto oder auch die Restaurantwahl die wir treffen, fast jeder Idee wird von Sex im Unterbewusstsein beinflusst.

Was passiert jetzt, wenn wir diese Gedanken erst ausblenden und dann gar nicht mehr aufscheinen lassen?

Nun, da es kein Geschlecht zu bezirzen gibt, können wir uns nur auf uns selbst konzentrieren: Was wir wollen von uns selbst.
Wenn wir auf sexuelle Aktivität jeglicher Art verzichten, müssen wir uns gewungenermaßen mit uns selbst außeinander setzten.
Ein Sex Detox wenn man so möchte. Da uns die Anerkennung eines Partners fehlt, müssen wir uns diese selbst erarbeiten, von uns, für uns.
Arbeiten an uns, bis wir mit uns zufrieden sind Bis wir mit uns selbst schlafen würden. Wenn dieser Punkt erreicht ist, werden wir mit einer ganz neuen Sicht auf uns selbst und ungewöhnlichem Selbstbewusstein belohnt, da uns gar nichts anderes übrig bleibt. Man ist viel entspannter, da man sich nicht Datet oder ausgeht mit dem hintergedanken „Da muss etwas laufen“.

Sexverzicht aus Selbstliebe. Hätte mir mal jemand dies vor ein paar Jahren gesagt, ich hätte ihn für verrückt erklärt,
dachte ich doch immer die Aufmerksamkeit die man durch Sex bekommt ist die beste Art der Aufmerksamkeit. Heute lege ich einen
Sexverzicht, wenn auch nur temporär, jedem ans Herz.

Die Scheiße, die richtige Person zu einem komplett falschen Zeitpunkt kennenzulernen.

Auf unserer Erde leben 7,125 Milliarden Menschen (Stand 2013).
Einer davon soll dein Seelenverwandter sein, dein Partner, deine große Liebe mit der du ans Ende deiner Tage glücklich
verweilen sollst, heiraten, dich fortpflanzen und wenn die Kiddies wieder aus dem Haus sind auf eurer Veranda den Lebensabend
verbringen. So die Theorie. In der Praxis ist es jedoch etwas komplizierter, denn wieso sollten wir den unseren perfekten Partner
in unserem Radius finden?Es ist wohl eher ein Puzzle: Es gibt Teile, die passen perfekt zusammen. Dann gibt es noch jene, die man ein bisschen
reingquetschen muss in das andere Teil, es sieht aber zum Schluss trotzdem passabel aus. Wie ist das bei der Partnerwahl? Gehen wir unafhörlich
Kompromisse ein, nur um unser Puzzle zu vervollständigen. Was ist mit denen, die mit 16 sich verlieben und ein Lebenlang zusammenbleiben?
Liebe oder Kompromiss?

Und nun das Worst Case Szanario. Von allen Menschen auf der Erde triffst du den perfekten Menschen.
Natürlich ist er nicht perfekt, aber für dich ist er das. Das was er, als schlechte Charakterigenschaften beschreibt sind die Dinge,
die dich in ihn verlieben lassen.
Er gleitet nur so in dein Puzzlestück (anzügliche Gedanken an dieser Stelle bitte auslassen, Danke), nein, noch besser, er
scheint das lang ersehnte fehlende Stück zu sein, ohne das du nicht mehr weitermachen könntest bzw. welches dein Werk vervollständigt.
Dieser perfekte Mensch, mit dem du von allen Menschen auf der Erde im Alter auf der Veranda sitzen möchte, taucht leider in einer Zeit
in deinem Leben auf, in der du dies nicht wahrhaben kannst und willst, weil die Umstände wie das unbeliebte ADHS Kind aus dem Kindergarten sind, der jedes fast fertige
Puzzle vom Tisch reist bevor es geklebt, eingerahmt und an die Wand gehongen wird. Einfach nur aus Spaß und weil er es kann.

Dieser Mensch lässt dich an alles glauben und gleichzeitig an deiner Weltansicht zweifeln. Bist du unromantisch, willst du mit ihm
in einem Rosengarten Käse und Baguette auf einer Picknickdecke essen und dabei Weißwein trinken. Hörst du Rock, verfällst du plötzlich einer
Adeleschnulze und hast du deine Familienplanung im Sack, bringt er dich dazu an Liebe auf den ersten Blick zu glauben.

Was passiert, wenn diese Person in deinem Leben auftaucht, du dich verliebst und jeder, nicht ein paar, jeder einzelne Aspekt dagegen spricht?
Wenn auf deiner Positiv/Negativ Mindmap nur negative Dinge stehen, aber du doch einen Weg findest, sie postitiv erscheinen zu lassen?
Das passiert, wenn du liebst. Nicht verknallen, vergucken oder verschoßen sein. Nein, lieben. Und du liebst die Person auch noch 6 Jahre nach
eurem Kennenlernen, weil du weißt, das war sie. Das war deine 1150 km, 12 Jahre ältere und komplett andersdenkende in einem
komplett anderem Universum aufgewachsene und kulturfremde Liebe.

Polydating und das Vermächtnis eines Kitschautors

Es ist wieder soweit. Ich bin in Verführung gekommen, einen „Damals“ oder „Wisst ihr noch“ Beitrag zu verfassen.
Ich bin gewiss in meinen Mitzwanzigern nicht alt, dennoch kann ich mich noch an Zeiten erinnern, in der man sich einmal, meistens ein paar Tage zuvor, für ein Date verabradete und dies dann eingehalten wurde und nicht wage in den Raum gestellt „ob das jetzt wirklich fest ist“. Zeiten, in denen man wichtige Sachen in einem Telefongespräch klärte oder sich kurz per SMS meldete. Heute melden die meisten Anrufe schriftlich an: „Warte, ich ruf dich gleich an“. Der Trend geht jetzt aber wieder
zu gesprochenen Kurznachrichten, da dies ja viel bequemer ist als zu tippen. Und ich bin gerade vom rechten Tastaturweg abgekommen, denn eigentlich war dies gar nicht das Thema, das mir gerade im Kopf rumspuckt.

Zum ersten mal in meinem Leben, naja nicht ganz in meinem Leben, immerhin gabs auch eine Zeit bevor der Sexualtrieb der Körper überrannte, bin ich ohne Partner. Alleinstehend. Ledig. Ein Single (ich mag das Wort eigentlich nicht). Ich habe keinen Verflossenen dem ich hinerher trauere, ich habe keine Affäre oder diverse one Night Stands und ich date momentan keinen.

Dating. Das ist ein schöner aber auch dehnbarer Begriff.
Als ich aufwuchs, auch in die Pubertät hinein, wurde Dating durch die Bravo und Jordan Sparks Kitschfilme geprägt (The Notebook schaue
ich IMMER wenn ich Liebeskummer habe). Damals hieß es, man trifft sich mit einer Person, man unternimmt Sachen und wenn man sich denn
gut Verstehenen sollte, wird man ein Paar. Heute ist der Begriff „Date“ total abgeflacht. Er wird lediglich für ein Treffen mit einer Person des präferierten Geschlechts verwendet, schon kurz zusammen zur Tanke Zigaretten holen fahren erachten manche als Date.
Andere hingegen, stylen sich 2 Stunden für ihr Date umd dann von dem Datepartner als nicht-Date darzustehen, oder was soll die Jogginghose
einem sagen (Ja, auch zum Netflix und Chill macht man sich schick!).

Dating, das existiert doch heute gar nicht mehr. Zumindest nicht so, wie es uns die Romantikhelden in Film-, Buch-, und Teeniezeitschrift
vorlebten. Heute geht mehr so Mehrfachdating. Keiner scheint mehr Geduld zu haben, deswegen versucht man, das ganze datebare Material, das
sich so anschafft, auf einmal aufzuarbeiten. Heute der Bodybuilder, morgen der Immobillienmarkler und Freitags dann der Krankenpfleger.
Noch nicht mal Namen kriegen sie, sondern das signifikannteste Merkmal einer Person wird als Pronomen verwendet.
Ist das schon rumhuren? Körperlich, wenn nichts läuft, nicht. Aber mental ist es ganz ganz großes Rumhuren. Multibles Dating ist die Grand
Lady des modernen Rumhurens. Unabsichtlich vergleichen wir alle Datepartner miteinander und bilden im Kopf unsere eigene Gut/Schlecht Liste
der Person und vergleichen sie miteinander. Deswegen können wir uns auch mit einem Treffen nicht voll und ganz auf diese Person konzentrieren und eingehen, da wir immernoch die anderen Möglichkeiten im Unterbewusstsein abwägen.
Wollen wir das denn auch? Eine Spalte in einer Tabelle sein? Hat man denn nicht mehr verdient als
ein dasein in einer imaginär im Kopf erstellte Liste zu fröhnen?

Lasst das mutible Dating und das mehrgleisig fahren. Trefft euch mit einer Person die ihr mögt, trefft euch wieder oder auch nicht und geht dann zum nächsten potentiellen Kandidaten. Mit Mehrfachdating disrespektiert ihr nicht nur euren Gegenüber, sondern auch euch selbst (Hab ihr wirklich soviel Aufmerksam nötig oder es so eillig, das ihr alle auf einmal treffen müsst?).

Das negative Singlechakra und der positive Umgang damit

Spätestens nach dem vierten Kathereine Heigl Hochzeitstrashfilm wissen wir es: Es gibt immer EINEN Single auf Hochzeiten,
Partys oder Familienfeiern. Meist wird dieser auch von allen anderen bemitleidet und schön traurig in Szene gesetzt: Kein Tanzpartner,
sitzt irgendwo schmollend und einzeln an einem Tisch (Früher gab es mal Singletische) und hat meistens, sollte es auf einer Silversterfete sein,
keinen um Mitternachts zu küssen. Am besten noch mit 10 Katzen.

Wann war eigentlich der Zeitpunkt erreicht, das Single sein direkt
negativ war? Menschen, die in keiner Beziehung leben muss man nicht bemitleiden. Man muss Ihnen auch nicht sagen „Du findest schon den richtigen“.
Natürlich tue ich das, bis jetzt gab es immerhin auch schon ein paar richtige. Aber das der Beziehungstatus „Single“ direkt mit negativem
Beigeschmack kommt ist neu. Waren früher Singlefrauen selbstständig und unabhänging, sind sie heute direkt „zu kompliziert“ oder es wird
ein anderer Grund gefunden, denn es muss ein anderer Grund gefunden werden, warum diese Frau alleine lebt. Keiner kann sich mehr vorstellen
das sie es vielleicht auch nur ein bisschen möchte oder auch nur selbst gewählt hat.

Ist man in einer Beziehung, definiert man sich gerne darüber. Schnell kommt das infaltionär verwendete „wir“.
Alleine ist man jedoch immer sich selbst, da man nur sich selbst hat. Man kann sich nicht über einen Partner definieren.
Aber auch als Single ist man nicht alleine. Ich rede nicht von Freunden, Bekannten oder Familie. Man hat sich selbst und vielen
fällt es schwer, mit sich selbst eine Bindung einzugehen. Wären sie in dem Katherine Heigl Film, würden sie wohl einen Tanzpartner suchen,
warten bis sie jemand auffordert oder weiterhin schmollen. Nicht eine einzige Person der neuen Single Generation würde daran denken einfach
aufzustehen. Gibt man heute zu „Ich bin gerne Single“ wird gleich angenommen, man schläft sich durch oder man hat sich damit arrangiert
alleine zu sein, weil man wohl irgendeine ganz verstörende Charaktereigenschaft oder ein verkrüppelteltes Körperteil hat.

Ich finde, man darf gerne Single sein und muss sich nicht mit Klischees darüber oder Spekulationen „Wieso, Weshalb, Warum“ abgeben.
Ohne Partner zu sein ist keine Schande. Es ist ein Roadtrip mit sich selbst und Selbsterkenntnisse sind dabei die Tankstellen und
der Stempel der Gesllschaft, das Single sein schlecht ist, dabei die Cola die nicht gekühlt ist.

 

single

Selbstliebe und Eisteeerkentnisse

Eigentlich geht es in diesem Blog um Mann, Frau und die seltssamen Gegebenheiten die sie zueinander finden lässt.

Doch bevor man sich für einen Partner öffnen kann und ihn lieben kann, sollte man sich die Frage stellen „Liebe ich mich selbst?“
Hier war ich nicht die Fragestellerin, sondern meine Freundin fragte mich geradeaus und ohne Ausschmückungen „Liebst du dich selbst?“
Kann man sich den selbst überhaupt lieben? Man kann mit sich im Reinen sein und man kann sich selbst akzeptieren, aber lieben, so wie man
eine andere Person lieben kann? Ich bezweifle dies doch stark, denn Gefühle, die ich für eine andere Person spüre, kann ich schlecht
auf mich selbst projezieren, ist Liebe doch eine Mischung aus Zuneigung, körperlicher Anziehung und Vertrauen. Ich kann masturbieren, klar,
aber dann liebe ich mich nicht. Dann tue ich mir höchstens etwas gutes und befriedige mein Verlangen nach Lust.

Also, was hat es mit diesem Wort „Selbstliebe“ auf sich? Wer sind diese Menschen, die sich lieben?
Ich schätze, es sind meist die, von denen wir es am wenigsten vermuten. Denn in Zeiten von Instagramm, Snapchat & Co vermuten wir,
es sind die, die kein Problem mit sich haben. Die locker Selfies von sich in allen Positionen mit 100 Hashtags versehen Posten.
Bräuchten sie denn diese Bestätigung in Form von likes, wenn sie sich selbst lieben würden? Wohl kaum. Es sind eher die, die auch ohne
diesen oberflächlichen Portale im verborgenen sind. Die nicht jedes mal, wenn sie ein Bier trinken gehen, ein Foto davon machen und ihre
Freude bei Facebook markieren.

Letztens war ich einkaufen, es war Samstag und Montags war Feiertag, was für den konsumbewussten Menschen von heute hieß man solle komplett
außrasten und horten was geht, zumal im Nachbarbundesland, welches nur 10 km entfernt liegt, geöffnet war. Ich stand schon ewig an der Kasse
als mir jemand, von dem ich behaupte ich liebe ihn, schrieb, ich solle noch bitte Eistee mitbringen. Ich war schon fast am Band angekommen,
aber ich lief noch einmal durch den kompletten Supermarkt um eine Flasche Eistee mitzubringen. Als ich mich wieder einreihte musste ich über
Liebe und die Liebe zu mir nachdenken. Wäre ich auch nochmal losgegangen um mir das Getränk zu kaufen? Eher nicht. Ich kam zum Entschluss das
Selbstliebe nicht existiert und nicht existieren kann. Wir können so tun auf sozialen Netwerken, aber wir werden niemals uns gegenüber
die Gefühle aufbringen können wie für die Menschen die wir lieben, sei es im freundschaftlichen, familliären oder sexuellen Rahmen.
Selbstliebe, das existiert nicht. Selbsakzeptans hingegen schon.

Erkenntnisse und Erstaunliches aus der Singlewelt 2.0