Wenn nicht jetzt, Wandern?

 

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(Weitere Bilder ganz unten)

Ich bin sehr gut darin, mich in die Scheiße zu reiten, obwohl es eigentlich nicht von Nöten ist. Es ist immer schlimm, sich einzugestehen, dass die eigenen Eltern Recht hatten. Es ist nämlich ein ungeschriebenes Gesetz, genau dann das Gegenteil zu von dem zu tun, was sie dir raten. Mein Papa pflegt nämlich immer zu sagen „Du machst es dir nie einfach im Leben, warum bist du nur so?“. Verdammt, er hat recht. Warum ich so bin, kann ich mir selbst nicht erklären, wahrscheinlich ist es ein stiller Protest in mir selbst gegen die aufkommende Panik, nichts im Leben erleben zu können. Eigentlich dürften Herausforderungen eine gute Sache im Leben darstellen, aber bei mir verläuft das zumeist etwas anders, denn ich ignoriere oft, dass zum Ziel auch ein Weg gehört, denn darauf hab ich meistens so gar kein Bock: Ich bewarb mich um die geilsten Jobs, ohne eine entsprechende Ausbildung dafür vorzuweisen, ging auf Reisen ohne auch nur einen Cent dafür gespart zu haben und wollte die Auslese der Männerwelt, ohne an mir selbst zu Arbeiten. Bis jetzt bin ich so damit immer recht glimpflich durchgekommen, aber vorgestern hat mich etwas nezwungen, was eigentlich bezwungen werden möchte: Ein Berg.

Mein Drama vom Preikestolen, gestaffelt in vier Akten:

Die Nicht-Vorbereitung

Ich hielt mich immer für eine Wandersfrau. „Wandern ist nicht so schwer, das ist wie spazieren gehen, nur mit Steigungen und ein bisschen Gepäck auf dem Rücken.“ Demnach zufolge musste ich körperlich auch nicht trainieren, denn gehen kann ich und Treppen steigen auch. Ignorieren wir mal die Tatsache, das ich beinahe an meiner Couch festgewachsen bin und bei der Wohnungssuche die Wohnung bevorzuge, die von den meisten Lieferservices angefahren wird.  Allerdings habe ich mich mental sehr gut darauf vorbereitet, ich habe Bücher und Filme zum Thema Wandern gelesen und freute mich schon, nachdem ein paar Gott begegneten und andere spirituelle Erlebnisse hatten. Also packte ich meinen Rucksack, begab mich auf den Weg nach Norwegen und stand nun vor dem Berg, auf den ich steigen musste, um ein Selfie auf der wunderschönen Steinplattform zu bekommen, die man „Preikestolen“ nennt.

 

Der Aufstieg

Der Bus von den nächstgrößeren Stadt aus schmeißt einem am Startpunkt des Wanderweges, der nach offiziellen Angaben 4 Stunden (2 hin und 2 zurück und als „einfach“ dekladiert ist,) raus. Es gibt noch ein Klo und einen kleinen Kiosk bevor es hinauf geht. Und da stand ich nun, vor einem steilen Schotterweg. Es war an dem Tag nicht soviel los, obwohl die Aussichtsplattform als eine der Touristenatraktionen in Norwegen zählt. Nur ein paar Asiaten, einheimische und andere Touristen, die die gleiche Tour von der Fähre aus gebucht haben, aber keine Menschenmassen, wie vermutet. Alle zogen an mir vorbei, was mir recht war, denn ich wollte mein eigenes Tempo finden. Das ich wohl länger als die 2 Stunden für hoch bräuchte, war mir unfittes Ding eh schon  klar. Nachdem ich den Schotterweg hinter mich ließ und nur ein bisschen keuschte, ging es weiter auf ein Geröllfeld. Wenn man jetzt deutsche Wanderwege kennt, weiß wie schön ausgebaut die sind: Über jede kleine Pfütze führt eine Brücke, alle paar Kilometer kommt etwas zum einkehren und es gibt überall kleine Treppchen oder Bänke zum Verweilen. Ich als Saarländerin bin auch noch Premium-Wanderwege gewöhnt, für das mein Bundesland wirbt. Wenn man so etwas hier suchen würde: Fehlalarm. Es galt ungesicherte  Steinpässe zu bezwingen, die so hoch waren wie mein Promilepegel am letzten Stadtfest (Und das war nicht wenig). Manchmal war es für mich so schwierig, das ich mein Rucksack hinaufwurf und auf allen vieren manche Stufen hochkraxelte. Ich war außer Atem, ich war geschwitzt, ich war solangsam das mich schon die nächste Ladung Bus überholte, aber irgendwie kam ich weiter. Auch wenn in Zeitlupe. Andere sahen, wie ich mich quälte und fragten, ob alles okay ist. Ich bejate immer, aber eigentlich ging es mir miserabel. Nachden ersten paar Aufstiegen erreichte ich ein Morast, das mit einem Steg überbrückt war und nur eben verlief. „Na geht doch“, dachte ich mir, den diesen Steg habe ich auch auf Bildern gesehen, die ich mir zuvor über die Wanderung anschaute. In gutem Glauben, es ginge nun ewig zum Ziel so weiter, legte ich sogar einen Zahn zu, nur um kurz darauf wieder auf den Boden der Tatsachen, oder eher gesagt hier die Steine des Graunens, geholt zu werden: Da war kein Wanderweg mehr. Da war Wald, der auf einer steilen Wand wuchs. Ein paar Bäume waren mit einem roten T gekennzeichnet, was wohl heißen solle, hier müsse man irgendwie hoch. Ich schaute hinter mich. Da war jetzt schon ein grandioser Ausblick. Aufgeben stand eigentlich nicht zur Frage, also begann ich, mich durch den feuchten Waldboden hochzukämpfen. Ich legte meine Wasserflasche gar nicht mehr beiseite, denn nach jedem Schritt musste ich einen großen Schluck nehmen. Zwischen den Bäumen waren vereinzelt Arbeiter, die Bäume sägten oder irgendwas an Steinen bohrten. Ich merkte ihre Blicke genau und ich konnte fühlen was sie dachten: „Was denkt die sich dabei?“. Als ich auch diese Höhenmeter hinter mir ließ, kam ich wieder an ein kleines Moorgebiet und beschloss, an einer recht trockenen Stelle zu rasten. Ich breitete mein Regencape aus, ließ meinen Rucksack darauf fallen und legte mich danach ebenfalls auf die Plastikplane, um kurz mein Handy rauszuholen, um den üblichen, sonst so bei mir alle zehnminütigen Insta-Facebook-Whatsapp Check zu machen. Auf Facebook wurde mir dann bei „Personen, die du vielleicht kennst“ eine junge Dame vorgeschlagen, deren Profilfoto sie und den Mann zeigte, mit dem ich solange glücklich war. „Das hier würde ihm gefallen“, dachte ich mir, denn er war ein Naturbursche, liebte es frisches Quellwasser im Schwarzwald zu trinken und war sich auch nicht zu Schade, auch mal in einen Natursee zu hüpfen, wenn ihm gerade danach war, egal wieviel mutierte Fische er beherbergte  oder wie kalt das Wasser war. „Man kann sich ja warmschwimmen“, so sein Standartargument. Wir waren einige Male auch zusammen in Skandinavien und so erwischte ich mich, wie ich Whatsapp öffnete und ihm ein paar Bilder schicken wollte. Aus meiner Konzentration riss mich allerdings eine weibliche Stimme: „Hey, are you okay?“ fragte mich eine Norwegerin, die von einer Freundin begleitet wurde. Die beiden setzten sich kurz zu mir und wir unterhielten uns angeregt über die Natur und über das wandern. Also sie weiterliefen, rief mir die andere zu: „Keep going, you are doing great!“. Zwar ist das eine Standartmotivationsphrase, aber sie machte mich glücklich, sodass ich einen Grinständer bekam, also meine Mundwinkel nicht mehr aufhörten zu Grinsen und die Gesichtsmuskulatur wehtat. Als ich mein improvisiertes Picknick wieder zusammenpackte, fiel es mir wieder in die Hände: Mein Smartphone. Ich hatte  die Konversation mit ihm, die allerdings leer war, noch geöffnet. Ich schaute mich um und ich musste erkennen, das es mir nichts bringen würde und einfach nur eine Sache wäre, wenn ich ihm nun Bilder schicken würde: Unnötig. Ich musste ihm nicht beweißen, das ich auch ohne ihn wegfahren kann. Ihm nun zu zeigen, wo ich stehe, würde mich auch nicht weiter hoch ans Ziel bringen und ihn nicht wieder zu mir. Ich tippte auf seinen Kontakt, blockte erst die Nummer und dann löschte ich sie. Wie gut, das ich sie nicht mehr auswendig kann.

Mein Atem wurde mit jedem Höhhenmeter lauter und der Weg noch schwieriger. Zwei Stunden waren vergangen und ich war gerade mal bei der Hälfte angelangt.  Jetzt lag da auch noch Schnee. Schnee, der vereist war. Aus der Ferne rief mir jemand was zu, ich verstand es zwar nicht, aber ich nickte einfach höflich. Es dauerte nicht lange, da holte mich diese Person auch ein. Ein Mann, so circa Anfang 40, Italiener, wanderte neben mir. Er stellte sich mir auch mit seinem Namen vor, allerdings hatte ich ihn schnell wieder vergessen und so bekam er von mir den Namen „Giovanni“. Er half mir einige vereißte Stufen hoch, ehe auch er sich verabschiedete, da auch ich ihm zu langsam war. Ich würde gerne einiges schöner beschreiben, aber mir ging es mittlerweile echt beschissen und der letzte Aufstieg machte es jetzt auch nicht besser, nein im Gegenteil, der Weg war komplett zugeschneit und ich rutschte mit jedem Schritt wieder zwei Schritte ab. Irgendwann hatte ich es dann geschafft: Ich musste nur noch um eine Steilklippe herum und dann war ich oben, auf dem  berühmten Preikestolen.

Die Resignation

„Es ist schon mühsam, aber die Aussicht entschädigt für alles.“ Würde ich Wanderbuchbingo spielen, wäre dies der am häufigsten zitierte Satz. Klar war der Ausblick geil, 608 Meter über einem Fjord zu stehen, das ist wirklich kein 08/15 Ausflug. Aber ich konnte es nicht genießen. Zu mühsam der Aufstieg, zu quälend die Stufen und was dazu kam: Wo war meine verfickte Erkenmtnis? Meine spirituelle Erfahrung? Die Telefonnummer meines Ex löschen wird ja nicht alles gewesen sein, dafür habe ich mich bestimmt nicht hinauf begeben! Ich fühlte mich verarscht, ich war mir nur nicht sicher, von wem: Mir, der Natur oder den Wanderbüchern? Das wird es ja wohl kaum gewesen sein. Ich konnte noch nicht mal den Ausblick richtig genießen, denn ich wusste, ich muss den ganzen blöden Weg, der die Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient, wieder runter. Eigenlich wollte ich da oben ein Selfie machen. Aber mein Speicher des Handys war voll und mit meiner Spiegelreflexkamera, die ich nicht richtig bedienen kann, konnte man die Bilder vergessen, den Selfies in HD nach einer dreieinhalbstündigen unangenehmen Wanderung will keiner, auch ich nicht sehen. Außerdem klebte etwas Wurst auf der Linse. Ich löschte die zwei Versuche eines Selbstportaits wieder und musste darüber nachdenken, warum es mir so wichtig war, da oben ein Foto von mir zu schießen. Vielleicht weil die Leute es mir sonst nicht glauben würden? Aber was wären das für Leute, mit denen ich verkehre, die unbedingt ein Foto bräuchten, um mir zu glauben, das ich oben war? Eben, kein guter Umgang und erstaunlichrweiße fiel mir keiner aus meinem näherem Umfeld ein, dem ich zuzutraue, so zu sein. Aber auch das war nicht die von mir erhoffte Erkenntnis. Ich machte mich ohne eine lebensveränderte Erfahrung Richtung Abstieg.

Der Abstieg

Es gibt Ängste. Ängste denen man sich stellen kann und die eigentlich nur eine Lapalie sind. Ich rede von Spinnen oder in meinem Fall Kräne oder die Ortschaft Kusel, nichts weltbewegedes. Ich hatte beim Abstieg aber das erste mal Todesangst und das ist ein Gefühl, welches ich noch nicht einmal meinem Erzfeind wünsche. Als es vereiste Stufen hinunterging, dachte ich bei jedem Schritt, „das war es jetzt mit mir“. Ich stellte mir vor, wie Abends bei Norwegens Trashnachrichten, ganz am Ende, wenn die witzigen Sachen oder süße Tierbabies kommen, die Nachrichtensprecherin sagt: „Am Preikestolen musste heute alles gegeben werden, als eine deutsche dicke Wanderin in den Felsen strandete“. Dabei lief das Bild in meinem Kopf, wie ich am Seil eines Hubschraubers hing und danach tausende Euro für den Einsatz zahlen musste. Mütter sagen ja, sie vergessen die Schmerzen von der Geburt. Irgendein Hormon überspiele diese Erinnerung. So ging es mir auch mit diesem Berg: Ich wusste zwar noch, wie scheiße anstrengend der Aufstieg war, aber  ich konnte  mich nicht meht erinnern, manche Stellen passiert zu haben. Nachdem ich zum fünftem mal fiel, verwurzelte meine Angst mich in den Boden. Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Ich dachte, ich falle bei jedem Schritt erneut und irgendwann war ich wie erstarrt. „Na gut, ich sterbe einfach hier, irgendwer wird mich schon nach ein paar Tagen vermissen“, schoss durch mein Kopf. Die Angst war auch durchaus berechtigt, denn ich habe meinem Papa nicht erzählt, was ich vorhatte. Ich wusste nämlich, er würd es mir ausreden, es schaffen mir irgendwie ein schlechtes Gewissen zu machen und an mir zu zweifeln. Eine gigantische, vereiste Treppe lag vor mir und ich verharte weiterhin in meiner Angsstarre. Als ich auch tatsächlich auf der ersten Stufe ausrutschte und mein Rucksack sich über mich schlug, kam mir eine Idee: Ich holte mein Regencape, auf dem ich vormittags noch picknickte, heraus. Ich verschloß meinen Rucksack wieder und schubste ihn die Stufen herunter. Das ich eine teure Spiegelreflexkamera darin hatte, wurde mir erst bewusst, als ich die rote Tasche hinunter plumsen sah. Ich setzte mich auf mein Regencape und schlitterte bergab. Mittlerweile sah ich vereinzelt andere Menschen und ich war mir nicht ganz sicher, ob sie mich auslachten oder neidisch auf meinen Einfall waren. Ich lief, sprang und krabbelte hinunter und ich konnte es nicht fassen, das ich diesen Weg bergauf ging. Als ich auf fast halber Strecke wieder zurück war, begegnete mir Michael, mein bester Freund. Wir entschieden uns, den Weg getrennt zu gehen, da er fit ist und spontan mal einen Halbarathon läuft, hatte er keine Probleme mit auf- und Abstieg, auch nicht zweimal, um nach mir zu schauen. Er nahm meinen Rucksack und ging etwas vor mir, er beruhigte mich, denn er sah, in welch schlechter Verfassung ich war. Als ich gerade wieder anfing, in einem doch eher flotten Tempo über die Steine zu laufen, passierte es: Ich verlor das Gleichgewicht und fiel kopfüber in Matsch. In Dreck. Meine Hände waren braun, ich hatte Erde im Mund, mein Gesicht erhielt eine Schlammpackung und meine Kleider waren zerfetzt und geträngt in ekliger, brauner Brühe. Ich hielt inne, ich heulte kurz und dann lief ich weiter. Ich weiß, das es noch weit bis unten war, aber ehrlichgesagt weiß ich nicht mehr so recht, wie ich den Rest schaffte, nur das ich es schaffte. Als ich unterkühlt und durchnässt als letzte wieder in den Bus mit den anderen Touris stieg, sah mich jeder an. Aber keiner abwertend oder auslachend. Einer klatschte, von anderen kam einen Daumen hoch (quasi ein Like) und die meisten lächelten mich an und ich konnte sehen, das sie fast ein bisschen stolz auf mich waren.

Ich kann meine Erfahrung am Preikestolen nicht mit einem schlauen Zitat oder Erkenntnis beenden. Ich hatte keine Begegnung mit Gott oder andere Erleuchtungen. Ich weiß nur, das es das schlimmste war, was ich je tat. Ich hab es geschafft. Nicht ehrvoll und nicht gut, aber ich hatte mich mal wieder, an ein Ziel begeben, ohne mich voher damit Auseinader zu setzten. Ein schönes Wortspiel würde sich jetzt hier mit „Der Weg ist das Ziel“ anbieten, aber nein. Der Weg war in diesem Fall ein Arschloch.

Ich hatte mich und das ist dann doch irgendwie eine Bereicherung, auch wenn keine besonders tiefgründige.

Ich hatte mich. Egal, welcher Job mich zum heulen brachte oder welcher Mann mir das Herz brach.

Ich hatte und habe mich und werde mich immer haben. Ich werde mich immer gerne haben, solange ich es mir nicht einfach mache, denn sonst wäre ich nicht Nina, mit meiner Geschichte, meinen Freunden und meinem Leben.

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ficki

 

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Der Datewahnsinn geht weiter

Es ist süß, wenn Männer denken und wir dies auch bestätigen, dass wir und „Nur die Nase gepudert“ und „Schnell mal einen alten Fetzen“ zu einer Verabredung anziehen.

Die Wahrheit über das Ritual der Datevorbereitung kennen nur wenige im Zirkel des weiblichen Geschlechtes. Dies beginnt nämlich nicht, wie die meisten Denken, 1-2 Stunden vor dem Rendevouz sondern eher 1-2 Wochen. Der Startschuss ist hier die Termeinverein mit dem Interessenten ihrer Wahl. Kaum hat man sich auf einen passenden Tag geeinigt, kriechen die ersten Pickel aus ihren mit Talg gefüllten Löcher. Aber keine Sorge, es sind keine einfache Pickel, die man in ein paar Tagen wieder loswird oder zur Not überdecken kann. Nein es ist sind im Maßstab 1:4 nachgebaute Modelle des Vesuvs, Eyjafjallajökull und Ätnas. Allerdings mit dem Unterschied, dass sie mit Blut, Eiter und anderen  Abstrusitäten gefüllt sind. Während wir also versuchen, innerhalb der verbliebenden Zeit die Kraterlandschaft in unserem Gesicht zu begradigen, sind Google-Suchanfragen wie „Wie nehme ich 20 Kilo in 5 Tagen“ oder „Doppelkinn wegschminken“ ganz normal. Dazu gönnen wir uns eine Ingwer-Weizengras-Kurkuma Detox Kur, die von der Ekelhaftigkeit eigentlich nur Marzipanwinterstollen oder Rosinenkeksen übertroffen wird.

Am Tag davor planen wir grob unser Erscheinungsbild: Welches Make-Up, was mach ich mit den Haaren, was ziehe ich an. Drei mögliche Outfits werden ausgewählt und zurecht gelegt. Wir alle kennen den „Stuhl“: Ein Möbelstück, auf dem bereits getragene Klamotten lagern, welche man nicht mehr in den Schrank hängen kann aber auch noch nicht angetrgen genug für die Wäsche sind. Ich habe das Kleideruniversum schlauerweiße noch um ein Parameter erweitert: Den Boden. Auf den Boden kommt alles, was schon ein klein bisschen riecht oder einen Fleck hat, den man aber mit ein bisschen Seife und Rubbeln nicht abbekäme. Auf dem Boden landen Lieblingsstücke, den man möchte sich keine zwei Tage von ihnen trennen (Ich besitze keinen Trockner, Buhu).

Dann ist der große Tag gekommen: Wenn unser Date um 18:00 Uhr ist und wir das Glück haben, nich voher arbeiten gehen zu müssen, wird der Wecker auf 9:00 Morgens unnötigerweiße gestellt, denn begrüßt werden wir schon früher durch leichtes Ziehen im Unterleib: Hallo Periode, alter Kumpel! Wir stehen auf und geraten schonmal aus Prinzip in Panik, einfach weil wir es können. Die besten Freunde erkundigen sich via Whatsapp, wie wir in der Zeit liegen. Wir beschönigen dies, suchen in Wahrheit aber Ablenkung und verfassen vor lauter Aufregung einen Blogeintrag darüber, wie wir uns für ein Date zurecht machen, was wir auch eigentlich tun sollten.

Es folgt eine lange Dusche oder bei Verfügbarkeit sogar ein Bad: Peeling, Gesichtswasser, Waschcreme, Gesichtsmaske, Augencreme, normale Creme, Labello, Shampoo, Spülung, Kur, Sprühkur und Haaröl belasten die Statik unseres Bades ungemein. Mit der Dusche ist die größte Hürde geschaft. (Denken wir.) Danach folgen 15 Minuten sitzen auf der Bettkannte mit beinahe Nervenzusammenbruch im umgewickelten Handtuch, weil man die gerichteten Outfits plötzlich kacke findet. Man schreibt eine Whatsapp Rundmail an seine Freunde, um sie zu fragen, welches Outfit ihnen in letzter Zeit am besten an einem gefiel. Unterbrochen wird das Drama durch Bauchgrummeln: Fuck, Hunger. Bei der Auswahl des Nahrungsmittel ist hier besondere Vorsicht geboten: Da wir zum Essen verabredet sind, darf es nicht zu mastig sein aber auch eine Grundlage bilden, denn wir bestellen uns bei einem Date meistens ein „Fitness Salat mit gegrillter Putenbrust, Wassermelone und Joghurtdressing“, was nicht wirklich befriedigend ist. Es darf nicht zu fettig sein oder irgendetwas beeinhalten, das im Worst-Case Szenario die Packung durchhauen könne (Danke Mama für diese schöne Beschreibung). Ich koch mir also Reis mit zur Tode gebratenem Hühnchen, mhh, schön trocken und magenschonend. Ich muss dazu wohl nicht erwähnen, das dazu entwässender Tee getrunken wird, denn der Kampf gegen das Doppelkinn hat noch nicht geendet.

Danach geht die Anzieherei los. „Zu einem Date zieht man immer passende Unterwäsche an“, hatt mir mal meine Schwester erzählt. Das ich dabei elf war und mich mit Robin am Dorfbrunnen zum Staudammbauen verabredete, war ihr egal, Hösschen und BH müssen einfach stimmen. Die gewöhnliche Frau von heute weiß, das Frauen, die immer passende Unterwäsche tragen, ein modernen Mythos sind, denn kaum jemand hat so ein Exemplar schonmal gesichtet. Es beginnt also: Man nehme den ältesten, heftigsten Push Up und baut sich Schritt das Outfit herum auf, nur um kurz darauf alles wieder auszuziehen, um sich wieder für etwas anderes zu entscheiden. Ist dies geschafft, kommt die Restauration unseres Gesichtes, wobei man auch hier ein paar mal neu Spachtelmaße auftragen muss, denn der Eyeliner wird nicht gerade („Heute ganz natürlich“- und dann sieht man doch aus wie Amy Winehouse) und man schmiert sich den wasserfesten Lippenstift einmal über das Gesicht, sodass man anstatt Essen gehen auch ein Survivaltraining im nächstgelegenen Wald absolvieren könne. Ist man dann doch zu einem zufriedenstellendem Bildnis des eigenen Gesichts gekommen, geht es an die Frisur. Fortgeschrittene gehen hier zum Friseur, ich kämpfe mit meiner Mähne, die sich an dem Tag, an dem ich mir vorgenommenhabe sie  zu glätten, meinen muss, besonders fluffig zu sein. Beim Bändigen der Haarmassen bekommt man nicht nur Armkrämpfe, sondern schielt zum Elektrorasierer. Hallo, 2007 Britney! Wenn er mich mag, wird er mich auch mit Glatze mögen. Der Dampf und der Geruch verbrannter Haare reißen einen aus dem Tagtraum. Zum Schluss noch die Zähne geputzt und da die White & Shine Zahnpasta nun mal blau ist und wir uns damit verklecken, was aussieht als hätten wir einen Schlumpf verspeißt, müssen wir uns nochmal umziehen. Es sind mittlerweile 6 Stunden vergangen und wir warten auf die von uns gesetzte Zeit, um das Haus zu verlassen. Timing ist alles.

Begrüßt werden wir dann hoffentlich mit einem „Wow, hübsch siehst du aus“, auf das wir nur mit „Danke, ich hab nur schnell was draufgeklatscht und übergezogen“ reagieren.

 

Happy Date Time.

ficki

Alles Wissenswerte über den Stock in meinem Arsch

Ich habe ein Gehemnis. Ich trage es schon sehr lange mit mir rum und das ist hier sogar wortwörtlich der Fall. Eigentlich wollte ich dies nicht öffentlich machen, aber die jüngsten Ereignisse haben mich dazu bewogen mich öffentlich dazu zu bekennen, denn ich möchte ein Vorbild für alle Betroffenen sein und die Toleranzlatte (Haha! Wortspiel High-Five) für die Allgemeinheit etwas höher setzten. Es ist in der Tat nicht leicht für mich, aber dieses Outing muss einfach sein, ich kann so nicht mehr weiterleben. Meine Damen und Herren, Mitleser und Padawanschüler:

Ich habe einen Stock im Arsch.

Ich bin mir bewusst, das nun einige mich deabonnieren und ich mir meine Zukunft als Klatschreporterin bei der InTouch abschminken kann, aber manchmal muss man Entscheidungen im Leben treffen, auch wenn diese sich nicht immer vorteilig für die Zukunft auswirken. Nun spuken euch bestimmt hunderte Fragen im Kopf rum und auch ich habe mir Gedanken über das weitere Verfahren und die Umgehenweiße darüber gemacht und so habe ich einen kleinen, aber prägnanten Fragenkatalog zusammengestellt, den man nun in sich aufsaugen kann:

Seit wann hast du diesen Stock im Arsch?

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, er war einfach irgendwann da. Ich vermute er ist mir in den Po als kleiner Ast geschlittert als ich vor 15 Jahren als Kind im Wald oder auf einem Spielplatz spielte. Da ich eine sehr gute Darmflora zu haben scheine, hat er dort Wurzeln geschlagen und hat sich über die Jahre prächtig entwickelt. Aufgefallen ist mir das allerdings heute erst, nachdem mich ein Leser (nun wohl Ex-Leser), an dem ich kein Interesse hatte, darauf hinwieß. Allerdings verlor ich meinen Stock vor einer längeren Zeit, als eine Massagedüse im Strudelkreisel meines heimischen Schwimmbades mir eine analpenetrante Überraschung bot und so musste ich mir einen Ersatzstock anfertigen lassen, der das Original aber leider nicht ersetzt.

Aus welchen Materiallien ist der Stock?

Mein Stock im Arsch, ich nenne ihn liebevoll auch Sven, ist ein edles Tropenholz und wird auf einer phillipinischen Insel bei Nacht und nur  bei Vollmond  von blinden Kindern abgeholzt. Zur Verarbeitung wird dieses Holz dann auf einem Überseekahn, welcher die Queen höchstpersönlich mit einer Flasche selbstgebrannten Klarem von Putin getauft hat, nach Russland verschifft und dort veredelt. Die russische Stadt Lessosibirsk ist bekannt für ihren Edelarschstöckehandel mit europäischen Ländern, bei Anfrage bitte mir über Facebook eine Nachricht schreiben, ich kann bestimmt 20% Neukundenrabatt raushauen.

Wie soll es nun weitergehen?

Der Stock bleibt drinn, den Sven und ich sind ein Dreamteam und nicht mehr zu trennen. Demächst sind wir zusammen auf dem Christopher-Stock-Day in Saarbrücken und verteilen Autogramme und Kugelschreiber.

Und jetzt zu dir, lieber Nick: Ich schreibe öffentlich einen Blog. Es geht um Dating, Sex, Freundschaft und alles andere was zwischen Mann und Frau passt. Allerdings heißt dies nicht, das ich 24 Stunden notgeil bin und nur auf dich warte. Ein Autoverkäufer hat auch nicht jedes Modell in seiner Garage stehen. Am Anfang noch schleimen und mich mit Lob überschütten weil das Männer (nicht alle, nein keine Verallgemeinerung) nun mal so machen, aber dann, wenn die Abfuhr kommt, mit Beleidigungen und Anschuldigugen loslegen. Ist zwar ein bekanntes Prinzip und mir nicht neu, aber es ist dann doch ein bisschen ärgerlich, wenn man viel Arbeit in den Aufbau seines Werkes steckt und dann ein Intelligenzverweigerer wie du kommt und meint, sich eine Meinung zu bilden zu können und denkt, er zerstört mich mit seiner Ach so konstruktiven Kritik.

Um es mit den Worten des  den Exfreundes von Selena Gomez mal zu zitieren: „You should go an love yourself.“

Mic Drop. Peace im out.

ficki

Wenn Leidenschaft Leiden schaft

Manchmal hat man Liebeskummer. Das muss noch nicht mal durch eine Trennung bedingt sein sondern kann einem auch als glücklicher Single treffen und in einer Beziehung. Es kommt aus dem Nichts, du siehst ein Bild, hörst einen Song oder trinkst einen Schluck Wein von der Sorte, die dich an schönere Zeiten erinnert. Dann sitzt du da, schaust „Wie ein einziger Tag“, schauffelst eine Tonne Eiscreme in dich hinein und wartest, bis sich deine Laune wieder bessert. Manchmal ist das schon am nächsten Tag der Fall, oft fängt es da aber wirklich auch erst an wehzutun und man tut sich selbst nichts Gutes: Du schaust Profile derer durch, die den Kummer verursachen oder kontaktierst sie im schlimmsten Falle sogar. Ergänzt wird das ganze mit Weltschmerzpostings auf sozialen Netzwerken, untermalt mit melancholischen Songs.

Woher ich das weiß? Es beschreibt mich. Aber heute habe ich mich nicht hängen lassen, im Gegenteil , ich habe eine von mir aufgestellte Theorie erforscht: Wenn Atome gespalten werden, entsteht Energie. Bei Liebeskummer und wenn unser Herz zerbricht, entsteht diese auch. Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten mit Energie umzugehen: Wenn ich mich mit Fastfood auf die Couch haue und auf die Tränendrüsse drücke, wandert die Energie in Form von Kalorien auf den Hüften, Oberschenkel, Oberarme und an anderen Stellen, an denen ich es geschafft habe, Fett anzusetzen. Aber ich kann die Energie auch anders nutzen und in Kreativität stecken und damit etwas bewirken. Wie wir diese ungewollte Energie nutzen, bleibt uns überlassen. Ich habe heute morgen kurz die Augen geschlossen und beschlossen (hey, ein Reim!), das Erste anzustreben, was mir jetzt in den Sinn kam. Ich musste an Wellen denken. Ich fahre Ende des Monats zwar in Urlaub, aber ein spontaner Trip wäre aus diversen Gründen heute nicht machbar gewesen, also bin ich ins Schwimmbad. Unterwasser zu sein hat für mich etwas magisches, das glasklare Wasser überträgt sich auf meine Gedankenwelt und ich habe das Gefühl, man kann besser nachdenken. Wenn so einige Krisensitzungen der Regierung im Neoprenanzug und Schnorchelset abgehalten werden würden, hätte die Welt sicher weniger Probleme. Nach meine Schwimmsession bin ich nach Hause gefahren und habe etwas Gesundes gegessen (und mich 20 Minuten später gewundert, warum ich noch nicht schlank bin). Dann habe ich mich im Garten meiner Oma ausgetobt (sie kriegt jetzt Tomaten, Gurken und Kiwis) und zuletzt, um wieder auf meinen ersten Gedanken mit den Wellen zurückzukommen, habe ich ein bisschen gemalt, natürlich etwas maritimes. Bei all den Aktivitäten hatte ich aber immer meine Trauer im Hinterkopf. Nach meiner Gartenarbeit habe ich mich noch ein bisschen auf die Terasse gesetzt und plötzlich, aus heiterem Himmel, war mein Kummer wieder weg. Erst dachte ich daran, ihn einfach verdrängt zu haben aber Nein, ich hatte ihn tatsächlich durchgestanden.

Dieser Post hat keine tiefe Message. Er ist auch nicht ironisch oder parodierend wie soviele auf meinem Blog. Es ist einfach eine kleine Lebenslektion und das Erlebnis  heute war so schön für mich und ich fände es Schade, dies nicht zu teilen. Man muss bei Liebeskummer sich nicht immer vollstopfen oder betrinken. Öfters ist er schneller wieder weg als den Kater den wir dadurch haben. Energie ist ein Geschenk, auch wenn die Quelle nicht immer schön ist. Nutzt dieses.

ficki

Duschen zu zweit: Shades of Grey vs. Realität

Vorstellung: Zwei paarungswillige Menschen überlegen sich, zur Einstimmung des abendlichen Paarungsritus gemeinsam zu Säubern. Zusammen will man sich  Schmutz, abgestorbenen Hautschüppchen und dem Stress des Tages in einem romantischen Flair entledigen. Dazu werden erst Duftkerzen angezündet und eine beliebige Kuschelrock CD aufgelegt. Die Dusche wird auf kuschelige 38 Grad erwährmt und erst steig der Mann in die ebenerdige 31 quadratmetergroße Duschkabine mit Regenwaldduschkopf, der seine Hand der Frau reicht, die ihren Bademantel in Zeitlupe von sich runtergleiten lässt. Man stellt sich unter das erwärmende Nass, während er sie an die Wand der Dusche drückt, küsst und leichter Nebel um die beiden aufzieht. Sie verteilt Shampoo in seinen Haaren und währenddessen machen beide 2 Stunden lang in allen möglichen Positionen Liebe. Danach kuscheln sie sich nur in Handtücher gehült aneinander und das Liebesspiel geht in eine weitere Runde.

Realität: Man möchte unbedingt Sex haben, am besten jetzt gleich, aber der Achselcheck verrät nichts gutes und auch untenrum müsste mal wieder mehr als durchgemoppt werden. Allerdings will man  das Angenehme mit dem Praktischen verbinden und dreht die Heizung auf, damit es schön warm im Bad wird. Keine vier Stunden später ist es auch schon soweit und die erotische Planscherei kann beginnen. Beide ziehen sich aus (nicht gegenseitig)  und nach einem kleinen viertelstündigen „Stein, Schere, Papier“ Tunier, in dem darum gespielt wird, wer als Erster rein darf ist es auch schon soweit. Sie ist diesmal die Glückliche und steigt auch schon direkt in die menschlische Bewässerungsanlange und dreht die Temperatur auf milde 53 Grad. Er folgt zugleich, nachdem er erstmal den nervigen Plastikduschvorhang, der sich andauernd an seinem Arsch festsaugt, entledigt hat. Die Dusche ist leider nur so groß wie ein Viertel eines Festivalklos und so wird die Dame in unserem Szenario von ihm an die eiskalte Fließenwand gedrückt. Um diesem Geschehen noch mehr Dramatik einzuhauchen, stößt sie einen kurzen aber lauten Schrei aus. Nachdem die Gemüter sich wieder beruhigt haben und jeder ein paar Tropfen Wasser abbekommen hat (Der Duschkopf ist leider defekt, die Hälfte wird schon im Schlauch wieder ausgespuckt und die Düsen sind völlig zugekalkt) wird das Duschgel in die zitternden Hände (Der kuschelbedürftigte Plastikduschvorhang ist nicht wirklich windicht) verteilt. Sie erschrickt erneut unter seiner eiskalte Berührung. Erstmal werden die zum Sex benötigten Körperstellen eingeseift und dann folgen zweitrangige Zonen. Beim Versuch, dem Partner den Rücken einzuseifen, fällt einem die 1 Liter Flasche Hong-Milchduschzeug, die letzte Woche im Großmarkt im Angebot war, auf die Füße des anderen, der mittlerweile ein Tränchen unterdrückt. Nach ein paar Minuten wird es Zeit für einen ersten sexy Move: Sie möchte sich hinknien und die ganze Reinigung etwas „intensiver“ gestalten. Nur blöd das die zwei Personen unterschiedlich groß gewachsen sind und sie beim Versuch des Hinkniens dauernd auf den Duschgelresten wegflutscht. Wenn die ersten Anflüge von Erotik dann vergangen sind, versucht sie sich wieder hochzukämpfen und reißt dabei den auf Körperkontakt ausgerichteten Plastikduschvorhang ab. Es wird ziemlich kalt um die beiden und als der weibliche Part es endlich wieder hochgeschaft hat, stößt sie an den Temperaturregler der Dusche an, dieser dreht sich einmal zur anderen Seite und das Wasser sinkt auf erfrischende 4 Grad. Wenn die Nippel beider schon so hart sind, dass man locker die ganze Summe der verkauften Brezeln am Oktoberfest draufhängen könnte ist es Zeit für die Haare. Er: Shampoo, einmal kräftig rubbeln, auswaschen. Sie: Tinktur zur Vorbehandlung von Schuppen, Einwirkzeit: 5 Minuten. Schampoo, eins für den Ansatz und eins für die Spitzen. Spülung, 10 Minuten Einwirkzeit. Nach einer weiteren Viertelstunde darf dann auch noch die Haarkur ausgespült werden. Natürlich darf der Mann in dieser Zeit nicht die Dusche verlassen, das wäre ein absolutes No-Go. Zum Abschluss werden beide nochmal mit der spärlichen Wassermenge beträufelt, einer von beiden Pinkelt sowieso rein und dann darf man das räumlich begrenzte Feuchtgebiet schon verlassen, um festzustellen, dass man den Rest der Wohnung gleich mitgeflutet hat. Nach 2 Stunden schrubben, trocknen und den scheiß Plastikvorhang wieder in die Duschvorrichtung einzuhängen ist man endlich für etwas bereit: Eine entspannende Dusche.

ficki