Sex mit einem Backfischbaguette

Liebe Freunde des gepflegten Geschlechtsverkehrs:

Es ist noch gar nicht solange her, da habe ich in einem berühmten sozialem Netzwerk, das Gesichter und Bücher verbindet, einen Post erspäht, in dem ein junger Mann gesteht, dass er auf Sex mit Fischstäbchen steht. Am besten treibt man es mit ihnen, wenn sie gefroren sind, seiner Meinung nach. Er reibt sein Glied gerne an der rauen Oberfläche und stecke sie sich in den Gluteus Maximus. Hat er aber die qualitativ höheren Backfischfilets erwischt, die etwas dicker sind, muss man etwas mit Remoulade nachhelfen, so der Heranwachsende.

Ich habe auch schonmal mein Postfach geöffnet und fand Bilder vor, auf denen es ein erwachsener Kerl mit einem Gummiball trieb. Dazu fand sich noch eine ausführliche Beschreibung, mit wieviel Luftdruck der Ball sich am besten anfühlt und eine Aufführung von verschiedenen Gummiarten. Wenn er stark schwitzt, bleiben desöfteren Haare am Ball kleben und der Schmerz, der beim Herausziehen der Haare entsteht, turnte ihn zusätzlich an.

Auch schön war als ein anderes Wesen der Gattung Mann bei ebay-Kleineinzeigen eine Couch einstellte, mit der er es schon öfters getrieben hat. Richtig, es sollte eigentlich „auf“ heißen. „In die Sofaritze kann man richtig gut reinstoßen, ich habe schon öfters äußerst heftig hineinejakuliert“.

Es ist nicht schlimm, einen Fetisch oder eine perverse Vorliebe für etwas zu haben (solange es sich selbstverständlich im legalen Bereich bewegt). Man sucht es sich meistens nicht aus, was einen sexuell erregt. Waren es früher noch getragene Slips von japanischen Schulmädchen, gibt es heute exotischere Gegenstände, an denen man sich reiben, in die man sich irgendwie reinstecken kann oder reinstecken lassen kann….oder so. Ich kann verstehen, dass man auch den Drang hat, sich auszutauschen über seine Vorlieben. Unter Ageplayern gibt es bestimmt qualitativ hochwertige Diskussionen über Windelgrößen und -dicke, die Freundschaften zerstörten.

Aber bringt es doch bitte nicht so rüber, sodass es lächerlich wirkt. Dann ist es kein Wunder, dass es ganz schön zum verzweifeln ist, wenn man mit seinem Hang scheinbar alleine dasteht. Die Öffentlichkeit damit zu konfrontieren oder wildfremden Frauen zu schreiben, dass es sie sexuell erregt, gefesselt auf einem Friseurstuhl die Haare blondiert zu bekommen, ist eher kontraproduktiv zur Überzeugung eines Anderen für seinen Faible. Lieber sich kleinen Gruppen anonym öffnen (am besten OHNE Bildmaterial) oder jemanden finden, dem man das im Vertrauen beichten kann. Im Notfall lassen sich im Bahnhofsviertel eures Vertrauens ein paar Frauen finden, die gerne zuhören oder gar mitmachen.

Mir düngt es seltsamerweiße jetzt nach einem Backfischbaaguette. Einen wunderschönen Start  in die Woche, liebe Leserschaft und danke für 1000 Clicks gestern!  ❤

ficki

 

 

 

 

 

 

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