Das Drama von und mit der Sexshoptüte

Ich bin im Moment etwas, nennen wir es einfach, nicht bestens gelaunt.
Was machen Frauen da? Sie gehen zum Friseur, machen einen Einkaufsbummel, gehen Brunchen, erfinden sich mal wieder neu (weil sie
den Eyeliner jetzt oben statt unten tragen und 3 cm von den Haaren ab sind, HUI!). Nun ist Brunchen gehen eigentlich ziemlicher
Schwachsinn (man Frühstückt, dann wartet man aufs Mittagessen) und beim Einkaufsbummel habe ich auch nichts gefunden (untypischerweise).
Ich wollte also gerade mit meiner personalisierten überteuerten Kaffeespezialität in Richtung Auto schlurfen, als ich an diesem netten kleinen
Laden vorbeikam mit erotischen Spielereien im Schaufenster. Nachdem mich die Verkäuferin mit einer kleinen Packung Penisgummibärchen versorgt
hatte, konnte ich endlich ein paar Scheine für Kram im Laden lassen. Ich habe geshoppt, die Kasse klingelte und der Kassenbon tat besser
als jedes Rezept für Antidepressiva vom Arzt. BIS DAHIN.

Ich bin nicht verklemmt. Ich schreibe einen Blog namens Sex and the Ficki, da sollte man schon kein prüdes Mauerblümchen sein.
Aber als die Angestellte mein Erbeutetes dann in eine Plastiktüte packte, auf der fett und rot der Name des Ladens draufstand, wurde
mir mulmig. Mein Auto stand an der anderen Seite der Einkaufsmeile und mit diesem Ding (auf die Tüte bezogen, nicht den Inhalt) sollte
ich nun also durch die Fußgägerzone!?

Warum gibt es keine schönen anonymen braunen Tüten mehr? Ist unsere Gesellschaft schon so übersext, das eine Sexshoptüte gar nicht mehr auffällt
oder wird sie sogar als normal erachtet? Ich glaube ich kenne keinen Menschen, der keine prickelnden Spielzeuge zu Hause hat, aber das man die
auch irgendwo kaufen muss (Ja das Internet ist hier schon praktisch), das schockiert einen dann schon.

So lief ich also, in meiner linken Hand immer noch den Cappucchino mit Keksgeschmack und in der rechten, fest um meine Hand gewickelt,
die Schmuddelshoptüte.

Ein Sammelsurium der Gedanken, die mir währenddessen durch den Kopf gingen:

„Das ist nicht für mich das ist ein Geschenk“
„Oh Gott was wenn ich einen Bekannten treffe“
„Was wenn es einen Regenguss gibt, die Tüte weicht auf und alles fällt heraus?“
„Was wenn ich beklaut werde und muss bei der Polizei über den Inhalt der Tüte aussageb?“

Und dann war ich auch schon an meinem Auto (Oh ich hab übrigens für 2 Stunden und 13 Minuten 6,30€ Parkgebüren bezahlt und das Saarland
wundert sich, warum kein Leben in die Innenstädte kommt und nein Saarlouis ist nicht die heimliche Hauptstadt davon!). Nichts von all
dem Erdachten war eingetreten und ich hatte jetzt auch nicht das Gefühl, das die Leute auf mich starten und dachten „Na die hat bestimmt ultra
krankes Zeug in dem Beutel“

Im Endeffekt war es dann also doch nicht so schlimm. Trotzdem hätte ich gerne wieder, oder wenigstens eine Optin auf eine schöne,
anonyme, braune Tüte! (Sonst bestell ich wieder Online und freu mich auf Druckerzubehör!)

 

unbenannt

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