Ich warte auf ein Päckchen….

Tagebuch einer Unbelieferten, Tag 2: Ich warte immernoch auf den sonnengelben Laster, der bis zur frühen Abendstunde vorfahren soll. Das Wetter ist nass und nebelig, aber mein Wille stark. Sehnsüchtig zucke ich bei jedem Kraftfahrzeug, das an meiner Residenz vorbeifährt, zusammen, in der Hoffnung, es sei jener Bote, der mir das Glück in Form eines kleinen eckigen Paketes bringt. Die Vorräte und das Wasser werden langsam knapp aber man muss nun mal Prioritäten setzen. Ich überlege alternative Nahrungsquellen. Sind Haare und Nägel nährwerttechnisch okay? Körperhygiene meide ich,da ich ihn nicht verpassen will, da diese Art von Lebewesen dazu neigt dann zu erscheinen, wenn man gerade duscht, den Müll in den Keller bringt oder sein Dach deckt. Es wird schon. Er wird kommen und mich von meiner Qual erlösen.

Tagebuch einer Unbelieferten, Tag 3:Er kam gestern nicht.
Er hat mich im Stich gelassen.
Habe heute Nacht angefangen mich zu ritzen und mit dem Blut „DHL“ 300 mal an die Wände geschrieben.
Sitze in einer Ecke meines Zimmers in Fötusstellung und wippe hin und her.
Habe seit Tagen nichts gegessen,da ich Angst habe mein Kauen übertönt sein Klingeln.
An Schlaf ist nicht zu Denken, denn jedes mal wenn ich die Augen schließe halluziniere ich und
höre wie unsere Haustür klingelt. Gestern hats tatsächlih dann geklingelt, ein Mann hat wohl einen Verkehrsunfall
in der Nähe beobachtet, den er redete was von Zeugen und Jehova. Konnte ihm leider nicht weiterhelfen, aber er
war so freundlich und hat mir noch eine zeitschrift dagelassen.
Mittlerweile hat mich ein Virus erreicht. Da ich völlig von der Außenwelt abgeschottet bin und die Medikamentenversorgung
unterbrochen ist, werden dies vorraussichtlich meine letzten Zeilen sein. Falls ich beim Warten hier draufgehe,
spielt „Bittersweet Symphony“ bei der Beerdigung und löscht meinen Browserverlauf. Solltet ihr ein schwarzes Kleid für diesen
Anlass brauchen, bestellt es nicht in einem Shop die mit DHL liefern.

Tag 217:

Habe jegliches Raum- und Zeitgefühl verloren.
Aus Fingernägeln und Luftpolsterfolie habe ich versucht eine Statur von Thomas Gottschalk zu bauen, der mal Reklame
für das Unternehmen „DHL“ machte. Bete sie täglich 13x mal an und bringe Opfergaben, z.B das Kanninchen vom Nachbar oder
1 Liter Dönersoße (Denn Dönermenschen liefern!).
Ein großer Bärtiger Mann, der sich heute als mein Vater vorstellte, meinte auch es rieche schon relativ Streng. Scheint
aber ansonsten ein netter Kerl zu sein.Mein Nacken tut weh vom Aus-dem-Fenster schauen. Habe wohl eine Post-Traumatische Störung.
Habe viel Zeit zum philosophieren. Das Haus gegenüber wird gerade von Hermes beliefert.
Die Liefern übrigens nicht mehr zu uns, da unser Haus auf deren „Blacklist“ steht.
Der Fahrer ist Russe und ich frage mich, da Russland so ein großes Land auf 2 Kontinenten ist, wo die Schlitzaugengrenze liegt:
Werden die Augen von Europa nach Asien immer kleiner oder gibt es eine magische Grenze, an denen die Leute plötzlich
solch Augen haben?Ich schleppe mich ins Bad und schaue in den Spiegel. Rasiere mir den Damenbart ab und spende ihn den örtlichen Perückenmachern,
sie konnten 3 Langhaarperücken für Krebskranke daraus zaubern. Schicken mir als Dank eine Schachtel Pralinen, werden mich wohl nie erreichen.

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Kannibalenfasten aka „Human Detoxing“

Wenn wir Menschen die Schnauze voll von unserer Wampe, Arsch oder fetten Nasenflügel haben dann Diäten wir.
Ganz oben auf der Trendskala bewegen sich dabei Paleo, Clean Eating und Detoxing.

Detoxing ist nichts anderes als das gute alte Fasten und darauf wird schon seit Jahrtausenden geschworen, wobei man hier auch
differenzieren kann: Saftfasten, Suppenfasten, Heilfasten.

Aber was hat das alles mit einem Blog über das Singleleben zutun? Nun, oft wächst wie das Fett an unseren Oberschenkeln nach den Feiertagen
auch unser Bekanntenkreis. Es wir hier mal eine Nummer eingespeichert, da eine Facebookfreundschaft angenommen oder dem süßen Typ von Tinder
auf Instagram gefolgt. Dies hat zur Folge das unsere digitalen Telefonbücher immer größer werden und wir oftmals gar nicht mehr den
Überblick haben, wer wer ist. Die Lösung für unübersichtliche Newsfeeds und überquillende Whatsappchats ist daher einfach: Ein menschliches Fasten!
Klingt ein bisschen wie die Diät von Hannibal und auf Englisch gleich schon viel freundlicher: Human-Detoxing (#ichweisanglizismensindvolluncool)!

Beim Ausmisten von Kleider geht man oft nach dem Prinzip „1 Jahr nicht getragen, weg damit“. Und genau dies ist auch hier anwendbar: Schmeiß alle raus aus deinem Telefonbuch, mit denen du über ein Jahr keinen Kontakt hattest
(Verwandte selbstverständlich nicht), über die du dich andauernd ärgerst (Nicht den Chef selbstverständlich!) oder an denen du einfach
kein Interesse mehr hast. Leute, die du mal gedatet hast aber nichts daraus wurde. Menschen, die „K“ schreiben oder Schwanzbilder schicken.

Gehe aus unnötigen Gruppen raus. Lösche und blockiere Leute, zu denen du kein Kontakt wünschst. Der Wunsch nach Aufmerksamkeit sollte nicht von Menschen erfüllt werden, mit denen du eigentlich gar nichts zutun haben willst oder
die dir egal sind.

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Eine Ode an das Schwanzbild

Na, alles fit im Schritt? Eine Frage die Frauen ihrem gegenüber gar nicht stellen müssen,
denn zu oft bekommt man unfreiwilligerweiße, boom, eine Vollbildaufnahme des beste Stückes unseres Schreibpartners geschickt.
Da öffnet man ganz unschuldig seine Nachrichten und ER/ES springt einem entgegen.

Liebe Männer, das ist okay das ihr solche Aufnahmen macht. Schräg von unten sieht er nun mal monströß aus,
ja das ist ein vorteilhafter Winkel für euren Freund.
Auch kann man die verschiedenen Bildertypen, sofern man wie ich nichts anderes in seinem Leben gerade zutun hat, Kategorisieren:

Die Ultranahaufnahme: Man sieht eigentlich nur rosa und Haut, vielleicht noch irgendwas ekliges feuchtes, eventuell noch ein paar aber Härchen auf gar keinen Fall ist ein kompletter Umriss des männlichen Geschlechtes zu sehen.
Tu das nicht, denn dadurch denkt man doch automatisch du hast was zu verbergen, oder in diesem Fall optisch zu vergrößern.

Der Traurige oder auch Halbständer: Er versucht alle Kraft aufzubringen, aber er schaft es nicht. Trotz Bluteinfuhr hängt er da so rum.
Depressiv lässt er das Köpfchen nach unten hängen und man hat sogar ein bisschen Mitleid mit ihm, wäre da nicht die Tatsache, das er auf
einem Bild ist, würde man ihn glatt streicheln wollen.

Die Jogginghosensilhouette: Erstmal, ein großes Kompliment an dich! Du bist toll! Du zeigst deine Erregung aber ohne blank zu ziehen. Die Jogginghosesilhoutte befindet sich meistens auf der Couch, ganz selten im Bett, meist ein Fernseher im Hintergrund. Der Fokus des Bildes ist auf eine graue- oder olivgrüne Jogginghose gerichtet, am besten noch mit 2 Bändel die um einen grooooßen Hügel, der diese Hose ausbeult, baumeln. Auch wenn diese Art oft von den eher Schüchternen kommt, ist sie mein Favorit, denn sie ist lange nicht so aufdringlich wie die anderen Bilder.

Der Blitzer: Ein Selfie, geschossen im liegen oder stehen. Fokus liegt auf dem Gesicht oder „Body“ und man sieht einen Ansatz oder sogar die
Spitze davon rausblitzen. Ein „Huch“ zählt hier übrigens nicht, denn wir wissen genau was ihr damit bezwecken wollt.

Das Eklige: Uhhhhhh, man möchte sich am liebsten die Augen danach waschen: Unrasiert, ungewaschen, ziemlich klein (Natürlich sind kleinere
Piepmänner nicht gleich eklig, aber fotogen immerhin auch nicht). Googlet man „Abturn“, findet man genau solche Bilder.
Fragt uns doch wenigstens ob wir sowas haben möchten, denn was Frauen
mit euren Schwanzbilder machen, die unfreiwillig kommen, das wollt ihr doch gar nicht wissen. Denn es gibt eine breite
Palette an Möglichkeiten für uns:

1) Wir erstellen eine Schwanzbildgalerie, sobald wir eine beachtliche Sammlung haben spielen wir mit unseren Freundinnen
Schwanzbildquartett, Kategorien sind: Dicke, Länge, Haare und Biegung.

2) Nervst du uns und schickst du ein Bild davon was deine Hose so ausbeult, schicken wir eins zurück, mit den
Worten „Ich fass mich jetzt auch da unten an.“ Konversation beendet.

3) Bei Mädelsabenden machen wir nicht nur in federleichten Satinbabydolls Kissenschlachten und flechten und Zöpfe in die Schamhaare,
nein wir werfen diese auch mit einem Beamer an die Wand und spielen „Rate zu wem er gehört“. Wer am meisten die richtigen Kerle zu den
Penisen zugeordnet hat, gewinnt das letzte Stückchen Brownie im Ben & Jerrys Eimer.
Selbst wenn die gepflegt und gut geschossen sind, finde ich Schwanzbilder unnötig.
Es verliert doch den Reiz wenn man schon weis was auf einen zukommt. Klar kann es bei manchen auch die Rettung sein,
aber ich lasse mich beim Fummeln und Auspacken lieber überraschen, was da auf mich zu (Achtung, Wortspiel!) kommt.

 

ficki

Die Leiden der jungen sexuell aktiven Frau

s ist nicht einfach. Es ist nicht einfach, als Frau, in der Singlewelt. Es ist nicht einfach als sexuell offene Frau in der Singlewelt.
Manche kapitulieren davor. Ich bin auch oft davor vor mir selbst zu kapitulieren. Es wäre nämlich sovieles soviel einfacher, wenn ich nicht so
wäre wie ich bin. So bin ich aber und leider scheint dies ein Magnet für Steine (Ich weis auch das Steine in der Regel nicht magnetisch sind!)
die sich mir in den weg legen wollen oder sagen wir mal zumindest, die den Weg zum Kennenlernen des EINEN deutlich schwieriger machen.

Ich glaube dieser Post neigt zu Gejammer. Solltest du eine gewisse Summe an aneinandergereiten Mimimisätzen nicht ertragen können, schnappe
dir ein Glas Prosecco und ein paar Joghurt Gums (Für alle männlichen Leser). Damit fühlt man sich schon viel weiblicher. Sollte dies
fehlschlagen, gönn dir den Post knallhart und lerne vielleicht sogar etwas daraus, auch wenn die Autorin (das bin ich) schon etwas
angetüdelt ist.

Jetzt habe ich schon wieder vergessen, wie ich diesen Eintrag einleiten wollte. Manchmal habe ich den ganzen Blogeintrag schon vor mir im Kopf,
nur wie er dann auf den Bildschirm kommen mag ist fraglich, denn meine Finger tippen etwas ganz anderes oder meistens auch gar nichts,
der Kopf kämpft mit dem Editor (Ja darauf schreibe ich! Meine Bilder bearbeite ich auch mit Paint!).

Ich bin eine Frau im fortpflanzungsfähigem Alter. Ich bin dazu alleinstehend, was mich nicht davon abhält, auf Sex zu verzichten. Mit
dieser Sache gehe ich auch offen und ehrlich um, denn ich bin kein unbeschriebenes Blatt und jede andere Aussage dazu wäre einfach unvollständig
und gelogen und einfach nicht meinem Charakter entsprechend. Ich rede gern über Sex, aber leider gehen bei manchen Menschen dann mein
ganzes Anglitz in 2 Brüste und eine Vagina verwandeln lässt. Ohne Scheiß, es gibt dann nur noch dieses eine Thema, es gibt nichts anderes,
jedes noch so seriöse Thema wird abgewandelt und wenn ich sage „Oh Nein es sind 100 Kinder bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen“
würde es mich nicht wundern wenn käme: „Oh deine Blowjobs sind bestimmt auch Bombe!“

Nein! Aus! Pfui!

Ich bin ein menschliches Wesen, ja ich habe gerne Sex aber es ist nicht mein Lebensinhalt und das sollte man doch verstehen können,
auch ich habe Gefühle und wenn du mich auf meines Sexdrive reduzierst war es das ganz schnell mit uns.

Hätte ich jetzt ein Mikrofon in der Hand, würde ich es fallen lassen, mich umdrehen und aus dem Raum schreiten.

Das wollte ich nur mal loswerden, Pommes, Kartoffel, Ciao.

Das Drama von und mit der Sexshoptüte

Ich bin im Moment etwas, nennen wir es einfach, nicht bestens gelaunt.
Was machen Frauen da? Sie gehen zum Friseur, machen einen Einkaufsbummel, gehen Brunchen, erfinden sich mal wieder neu (weil sie
den Eyeliner jetzt oben statt unten tragen und 3 cm von den Haaren ab sind, HUI!). Nun ist Brunchen gehen eigentlich ziemlicher
Schwachsinn (man Frühstückt, dann wartet man aufs Mittagessen) und beim Einkaufsbummel habe ich auch nichts gefunden (untypischerweise).
Ich wollte also gerade mit meiner personalisierten überteuerten Kaffeespezialität in Richtung Auto schlurfen, als ich an diesem netten kleinen
Laden vorbeikam mit erotischen Spielereien im Schaufenster. Nachdem mich die Verkäuferin mit einer kleinen Packung Penisgummibärchen versorgt
hatte, konnte ich endlich ein paar Scheine für Kram im Laden lassen. Ich habe geshoppt, die Kasse klingelte und der Kassenbon tat besser
als jedes Rezept für Antidepressiva vom Arzt. BIS DAHIN.

Ich bin nicht verklemmt. Ich schreibe einen Blog namens Sex and the Ficki, da sollte man schon kein prüdes Mauerblümchen sein.
Aber als die Angestellte mein Erbeutetes dann in eine Plastiktüte packte, auf der fett und rot der Name des Ladens draufstand, wurde
mir mulmig. Mein Auto stand an der anderen Seite der Einkaufsmeile und mit diesem Ding (auf die Tüte bezogen, nicht den Inhalt) sollte
ich nun also durch die Fußgägerzone!?

Warum gibt es keine schönen anonymen braunen Tüten mehr? Ist unsere Gesellschaft schon so übersext, das eine Sexshoptüte gar nicht mehr auffällt
oder wird sie sogar als normal erachtet? Ich glaube ich kenne keinen Menschen, der keine prickelnden Spielzeuge zu Hause hat, aber das man die
auch irgendwo kaufen muss (Ja das Internet ist hier schon praktisch), das schockiert einen dann schon.

So lief ich also, in meiner linken Hand immer noch den Cappucchino mit Keksgeschmack und in der rechten, fest um meine Hand gewickelt,
die Schmuddelshoptüte.

Ein Sammelsurium der Gedanken, die mir währenddessen durch den Kopf gingen:

„Das ist nicht für mich das ist ein Geschenk“
„Oh Gott was wenn ich einen Bekannten treffe“
„Was wenn es einen Regenguss gibt, die Tüte weicht auf und alles fällt heraus?“
„Was wenn ich beklaut werde und muss bei der Polizei über den Inhalt der Tüte aussageb?“

Und dann war ich auch schon an meinem Auto (Oh ich hab übrigens für 2 Stunden und 13 Minuten 6,30€ Parkgebüren bezahlt und das Saarland
wundert sich, warum kein Leben in die Innenstädte kommt und nein Saarlouis ist nicht die heimliche Hauptstadt davon!). Nichts von all
dem Erdachten war eingetreten und ich hatte jetzt auch nicht das Gefühl, das die Leute auf mich starten und dachten „Na die hat bestimmt ultra
krankes Zeug in dem Beutel“

Im Endeffekt war es dann also doch nicht so schlimm. Trotzdem hätte ich gerne wieder, oder wenigstens eine Optin auf eine schöne,
anonyme, braune Tüte! (Sonst bestell ich wieder Online und freu mich auf Druckerzubehör!)

 

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