Das negative Singlechakra und der positive Umgang damit

Spätestens nach dem vierten Kathereine Heigl Hochzeitstrashfilm wissen wir es: Es gibt immer EINEN Single auf Hochzeiten,
Partys oder Familienfeiern. Meist wird dieser auch von allen anderen bemitleidet und schön traurig in Szene gesetzt: Kein Tanzpartner,
sitzt irgendwo schmollend und einzeln an einem Tisch (Früher gab es mal Singletische) und hat meistens, sollte es auf einer Silversterfete sein,
keinen um Mitternachts zu küssen. Am besten noch mit 10 Katzen.

Wann war eigentlich der Zeitpunkt erreicht, das Single sein direkt
negativ war? Menschen, die in keiner Beziehung leben muss man nicht bemitleiden. Man muss Ihnen auch nicht sagen „Du findest schon den richtigen“.
Natürlich tue ich das, bis jetzt gab es immerhin auch schon ein paar richtige. Aber das der Beziehungstatus „Single“ direkt mit negativem
Beigeschmack kommt ist neu. Waren früher Singlefrauen selbstständig und unabhänging, sind sie heute direkt „zu kompliziert“ oder es wird
ein anderer Grund gefunden, denn es muss ein anderer Grund gefunden werden, warum diese Frau alleine lebt. Keiner kann sich mehr vorstellen
das sie es vielleicht auch nur ein bisschen möchte oder auch nur selbst gewählt hat.

Ist man in einer Beziehung, definiert man sich gerne darüber. Schnell kommt das infaltionär verwendete „wir“.
Alleine ist man jedoch immer sich selbst, da man nur sich selbst hat. Man kann sich nicht über einen Partner definieren.
Aber auch als Single ist man nicht alleine. Ich rede nicht von Freunden, Bekannten oder Familie. Man hat sich selbst und vielen
fällt es schwer, mit sich selbst eine Bindung einzugehen. Wären sie in dem Katherine Heigl Film, würden sie wohl einen Tanzpartner suchen,
warten bis sie jemand auffordert oder weiterhin schmollen. Nicht eine einzige Person der neuen Single Generation würde daran denken einfach
aufzustehen. Gibt man heute zu „Ich bin gerne Single“ wird gleich angenommen, man schläft sich durch oder man hat sich damit arrangiert
alleine zu sein, weil man wohl irgendeine ganz verstörende Charaktereigenschaft oder ein verkrüppelteltes Körperteil hat.

Ich finde, man darf gerne Single sein und muss sich nicht mit Klischees darüber oder Spekulationen „Wieso, Weshalb, Warum“ abgeben.
Ohne Partner zu sein ist keine Schande. Es ist ein Roadtrip mit sich selbst und Selbsterkenntnisse sind dabei die Tankstellen und
der Stempel der Gesllschaft, das Single sein schlecht ist, dabei die Cola die nicht gekühlt ist.

 

single

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