Das Fremdschäm Phänomen

 

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Wer Freitag Nachmittag mit den Öffis fährt, ist entweder nicht bei klarem Verstand oder eine arme Sau. Lassen wir am besten die Diskussion aus, zu welchem der beiden Optionen ich passe.

So kam es, dass ich dreißig Minuten vor dem geplantem Eintreffen meines Schienenverkehrsmittels am Bahnsteig stand und wie immer mit dem Snackautomaten in Sichtweite liebäugelte. Eigentlich bin ich ja auf Diät, nun gut, dass bin ich immer, nur mal mehr, mal weniger. Ich verkniff es mir und fummelte stattdessen den Low-Carb-High-Protein-extra-Fiber-Master-Blaster-Verstopfungs Riegel heraus und kaute auf der zähen gummiartigen Masse herum. Der Bahnsteig füllte sich langsam mit Wochenendheimfahrern, Offiziell-auf-eine-Konferenz-in-München-aber-sich-mit-der-Affäre-treffen-Fahrer und Studenten. Der Bahnsteig füllte sich weiterhin. Eigentlich hörte er kontinuierlich nicht damit auf und irgendwann sah ich in dem Getümmel nicht mahl mehr den Snackautomaten. „Das wird kuschelig“, dachte ich mir, als der Regional Express einfuhr. Die Menschen drängten sich an die Türen und ich sah meine Chance auf ein gemütliches Nickerchen schwinden.

Mein Wagen war so voll, dass es irgendwann nicht mehr nach vorne und hinten ging. Kleiner Tipp an Reisende: Wenn dir Menschen entgegenkommen, gibt es in deren Richtung auch keine Plätze mehr. Ich quetschte mich zur nächsten Tür durch um auszusteigen und zu einem der hinteren Wagen und gelangen, da ich hoffte, dort sei weniger los, immerhin ist die Menschheit faul und kaum einer läuft bis zum Ende des Bahnsteiges. Als ich mich gerade vor der Mitte des Zuges befand, erhellte ein schrilles Pfeifen meine Ohren und die Ansage „An Bahnsteig 9 bitte einsteigen, der Zug fährt ab“ brachte mich dazu in die nächstmögliche Tür zu hüpfen.

Das war ein Fehler.

Auch hier standen die Personen in den Gängen und ich sah mich inmitten eines schlecht produzierten SAT 1 Filmes mit Annette Frier wieder: Ich stand zwischen rosa, hugotrinkenden Tütüträgerinnen. Eine von ihnen trug eine Scherpe, auf der „Germanys next Top Wife“ stand. Ich war in einen Junggeselinnenabschied geraten, quasi der Rolls Royce unter den Trashgründen zu feiern, direkt nach Fasching (mir ist es egal ob man es woanders Karneval nennt!) und der Scheidungsparty. Ich hörte sie durch meine Kopfhörer quietschen, lachen und „crazy und ungezügelt“ sein. Ich weiß, die Tradition des Junggesellenabschiedes ist schon etwas älter, aber wann und warum herrgott wurde  Steak & Strippschuppen mit Bauchladen & Fremdscham ersetzt?

Ich freue mich für mich für alle, die den Schlund, ich meine Bund fürs Leben eingehen und den richtigen Partner gefunden haben. Aber ich verstehe nicht, warum man dies mit einem vorehelichen, peinlichen Besäufnis in einer fremden Stadt zelebrieren muss.

Ich wette, der Jungesellinnenabschied der Truppe sah wie folgt aus:

Acht Wochen vor der Schächtung, äh Hochzeit erstellt die Trauzeugin eine Whatsapp Gruppe mit dem Namen „JuGeA Köln 2017“. Hinzugefügt werden Freundinnen, Schwestern und Arbeitskolleginnen der Braut. Man fährt in eine nächstgrößere Stadt, denn insgeheim hat man schon Bock auf die Sause, aber keinesfalls in der heimischen Region, weil man weiß das die ganze Aktion ziemlich peinlich ist.

Die Brautjungfer schreibt Datum, Abfahrtszeit und Kosten in die Gruppe. Zwei verlassen die Gruppe sofort, da sie nicht einmal wussten das die Person heiratet und dem Rest passt das Datum nicht, da entweder die Großtante des Freundes an dem Tag stirbt oder die Katze die Krallen geschnitten bekommt. Schicht tauschen ist 2017 sowas von oldschool, immerhin können sich die anderen ja anpassen. Nachdem der Termin erst eine Woche vor und danach drei Wochen zurück verschoben wurde, landete man wieder beim ursprünglichen Datum und plötzlich können alle doch. Der nächste Disput kommt bei der Auswahl des Etablissements, in dem genächtigt wird: Das ursprünglich ausgewählte Hotel ist einer zu teuer, sie könne es sich nicht leisten und überhaupt seien 11 Euro für ein Frühstück unzumutbar, das sind immerhin 22 Mark. Sie esse ja morgens eh nur ein halbes Konfitürebrötchen. Zum Ausgleich schmiert sie sich allerdings noch vier weitere, die sie in Lagen von Servierten einpackt- für später. Sie hat ein Hotel gefunden, nur 50 km außerhalb von Köln – mit der S-Bahn seiek man da in nur 45 Minuten. Nachdem die anderen zugestimmt haben, für sie zusammenzulegen, soll es nun doch das schicke Hotel in Domnähe in der Innenstadt werden – leider ist aber Messe an diesem Wochenende und so sind alle verfügbaren Zimmer nach der dreitägigen Diskussion weggeschnappt. So bucht das Ensemble sich im schäbigen Hostel in Köln-Deutz ein. Frühstückspreis: 17 Euro.

Die Frage nach dem Transportmitteln ist schnell geklärt: Fahren will keine, nicht wegen des Alkoholkonsums, denn eine die nichts trinkt ist garantiert immer dabei, sondern weil sich keine von den Kleinstadttrullas traut in die große Stadt reinzufahren – Dreispurige Autobahnen? Welch Teufelswerk! Auch der Fernbus fällt weg, weil ein Mitglied der Gruppe eine Spiegel TV Doku gesehen hat, wie hoch die Unfallstatistik bei Fernbussen ist und das die Mitarbeiter ausgebeutet werden. Sie trug dabei einen Pyjama von Primark.

Die Bahn soll es sein. Da der direkte Weg aber scheißteuer ist und sie noch nie was von Sparpreis gehört hat, wird es ein quer durchs Land Ticket mit dem man nur Regionalverkehr fahren darf – und schwups, nach nur 5x umsteigen und einer halben Reise durch die Republik ist man auch schon am Ziel.

Ein paar Tage vorher besorgt die Organisatorin des Ganzen wichtige Gegenstände: Ein Krönchen, Zauberstab und eine Palette Schenkelspreizersekt gehen bei Kik und Tedi über die Ladentheke. Sie bestellt im Internet rosa Shirts mit dem Aufdruck „Braut Security“ und verschreibt sich dabei. Egal, wird schon keiner merken.

Dann kommt auch schon der große Tag: Frühmorgendlich wird sich am Bahnsteig getroffen. Der Bräutigam fährt die völlig überraschte Braut zum Bahnhof. Sie hatte gar nichts geahnt, auch nicht als man ihre Kleidergröße oder Ausweisnummer haben wollte.

So wird gelacht, getrunken und auch geweint, bis die erste zur Porzelanabteilung muss: Empörung macht sich breit, wie könne es denn sein, dass eine Toilette so aussieht. Vielleicht sollte sie den Typen im nächsten Abteil fragen, der stehend im Zug meinte, pinkeln zu müssen.

Die Exzesse reicht bei jeder bis zwei Hugos, dann wird „sich gezügelt, sonst schläft man so früh ein“. Die Nichtstrinkende nippt an ihrer Ingwer-Orange Bionade.

In Köln angekommen stürmt die Bande dann aus dem Zug, um festzustellen, dass man Hunger hat. Es wird in die erste verfügbare Fast Food Bude am Bahnhof eingefallen, was der geizigen Trulla missfällt, denn 3 km weiter ist doch alles viel günstiger. Sie lädt sich noch schnell die McDonalds App herunter und spart so beim Kauf von 20 Chicken Nuggets und einer Cola 0,30 Cent.

Mittlerweile hat die Gesellschaft ein Tief, denn man ist ja gefühlt schon ewig unterwegs. Nachdem man erstmal die falsche U-Bahn und dann die falsche Tram genommen hat, kommt man abgekämpft im 12 Bett Hostelzimmer an. Eine schläft, eine geht Duschen, eine kotzt und eine isst weil sie eben nicht satt würde. Die Braut versucht ihren zukünftigen Göttergatten zu erreichen, aber keine Nachricht geht raus. Sie weiss, das er auch seine verlorene Freiheit feiert und denkt sich, dass im Strippclub sehr schlechter Empfang ist.

Nachdem kleinen Päuschen geht es in die Innenstadt: Bewaffnet mit Bauchladen, Kondomen, Klopfer und anderen unwitzigen Dingen wie „Eiershampoo“ oder „essbare Strings“, die die Braut verkaufen muss um Geld (wofür auch immer) zu sammeln werden vorzugsweise junge männliche Passanten belästigt. Nach einem Verlustgeschäft von umgerechnet zwölf Euro geht es in eine Altstadtkneipe, in denen sich drei andere, männliche Junggesellenabschiede befinden. Die Braut ist quasi unsichtbar, aber der Rest der verrückten Hühner wird pausenlos angebaggert, immerhin sind sie ja hier, um Spaß zu haben. Das auch Brautjungfern, Trauzeuginnen und Freunde der Braut vergeben sein können, wird schlicht für ein Mythos gehalten. Irgendwann wird ihnen die Belästigung zu viel und sie zischen wieder Richtung Hostel ab, nehmen aber erst die falsche S-Bahn und dann den falschen Bus. Um 22.30 fällt die Gruppe dann fertig in ihre Doppelstockbetten, ehe sie am nächten Morgen bepackt mit 10 selbstgeschmierten Hostelaufbackmarmeladenbrötchen die Heimreise antreten – Was ein verrückter Junggesellinnenenabschied.

Solle ich einmal heiraten, möchte ich einen Klassiker: Steak und Stripper oder einen Wellnestag. Sollte jemand einen crazy-in-andere-Stadt-fahr-Jungesellinnenabschied organisieren, waren wir einmal Freunde.

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Das kulturelle Intermezzo von Joghurt und Wasserpfeife

 

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Irgendwann in den 2000er waren sie da: Coffeeshops. Nicht die, die  in Amsterdam für botanisches Vergnügen sorgen, sondern solche, in denen man sich einen fettfreie Soja-Latte Macchiato mit Pumkin Flavor und koffeeinfreien Espresso Shot bestellte und sich irsinnig freute, sein halbes Monatsgehalt dafür hinblättern zu dürfen. Der To Go Becher: Ein Statussymbol. Wenn man dann fertig mit Selfies war, war die Rotze wieder kalt und ungenießbar. Irgendwann hielten die Kapselmachinen Einzug in die Haushalte und den Leuten wurde klar, dass sie für den gleichen Preis auch pulverisierte Milch durch ein Gerät jagen können und gleichzeitig noch etwas für die Umwelt tun, indem sie den fair angebauten Bio Kaffee in unrecycelbaren Plastikkapseln kaufen.

Danach kamen die Bubbletealäden: Tee, der eigentlich nur Sirup mit Leitungswasser war wurde mit Kügelchen aus pflanzlichem Material gefühlt. Normalerweise sträubt sich jeder normaler Mensch außer Franzosen freiwillig glibberige Sachen zu konsumieren, aber da wir plötzlich alle asiatisch jugendlich waren  und Hello Kitty nun auch von über 25 Jährigen vergöttert wurde (Das ist eine Strichzeichnung von einem Kätzchen, gehts noch?) liefen wir natürlich alle mit einem Plastikbecher mit nachgemachtem Strawberry-Peach Kaviar rum und fanden die geschmackslosen Kügelchen natürlich total kawaii.

Jeder Trend flacht einmal ab, und so zogen in die leeren Bubbleteageschäfte Frozen-Joghurttempel rein. Joghurt, das ist gesund, das wollen die hippen Clean-Eating Instagrammer. Gefrorener Joghurt ist einfach soviel gesünder als Eis mit Joghurtgeschmack. Außerdem klingt es cooler.  Aber da dies doch etwas fad ist und keinesfalls mit dem Geschmack eines 1€ Ikea Softeises mithalten kann, wird das fermentiererte Milcherzeugnis im gefrorenem Zustand gepimpt. Mit Toppings. So kann man sich kiloweise Gummibärchen, Oreokekse, Browniestückchen, Käseräder und/oder das Jagdergebnis einer kanadischen Großfamilie im Spätherbst auf seinen gesunden Snack streuen – Das sind ja alles total gesunde, langkettrige Kohlenhydrate und Proteine.

Nun wurde durch den Verzehr von Frozen Joghurt und dessen crunchy Begleiter keiner über Nacht schlank und so verschwanden auch diese Läden aus  pulsierenden Innenstädten wie zum Beispiel  Oer Eckernschwick. Dann wurden wieder Bretter and Ladenlokale genagelt und lehrstehende Shops auf Ebay Kleinanzeigen verramscht.

Zeit für einen neuen Jugendkult: Die Shisha!

Wenn sich AFD Sympathisant Jürgen, Alpha Kevin Calvin und das Spießermädchen Lisa an einem Tisch  zusammenfinden um sich eine orientalische Pfeife mit Pfirsisch-Eistee-Minzgeschmack zu teilen, ist das nicht Utopia sondern Ali`s Shisha „Cafe“. Lisa, die sonst einen Hygiene-Tick hat und vor, nach und am liebsten während des Geschlechtsaktes duscht, teilt sich mit 2 Typen das vollgesabberte Mundstück- so macht man das eben in der arabischen Kultur. Calvin bestellt sich eine große Cola und sieht beim Bezahlen, dass er nur noch 5 Euro hat und die Shisha nicht mitbezahlen kann – zum 6. mal diesen Monat. Er verspricht den anderen beiden, das nächste mal alles zu übernehmen. Er fühlt sich Gangster, denn er hat jetzt brutale Schulden und hängt beim Ausländer ab. Währenddessen wird Lisa ganz locker von ihrem türkischen Apfeltee und die Wirkung der Shisha. Sie fühlt sich so hardcore wie Rihanna damals, als „Good girl gone Bad“  erschien. Jürgen, der AfD wählt weil er Patriot ist (das ist was ganz anderes als rechtsradikal sein, er ist einfach nur um das Wohl der Deutschen besorgt – außerdem kann er die linksgrünversiften Bahnhofsklatscher, die seine Meinung nicht teilen, nicht leiden, da sie von Heiko Maas bezahlt werden und  gleichzeitig Rentner  Pfandflaschen sammeln gehen müssen), sich aber ab und an gerne mal einen Döner reinzieht, bestellt sich einen „Ladykiller“: Orangensaft, Grenadine und Pfirsichlikör. Heute eskaliert er richtig. Um 22:00 Uhr muss Lisa leider verschwinden, da ihr Parkticket abläuft – sie fragt sich allerdings, ob sie unter dem Einfluss solcher Drogen überhaupt noch fahren darf.

Was meint ihr, was nach dem Shishahype kommt? Einhorn- oder Katzencafes?

Kann man es verlernen, eine Beziehung zu führen?

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Seit kurzem habe ich, die Reinkarnation der modernen Singlefrrau, einen Freund. Bevor jetzt die allgemeine Panik ausbricht: Natürlich besteht der Blog, meine Geschichten und Ansichten weiterhin, denn es ist ja noch lange nicht alles gesagt.

Wenn man nun längere Zeit, so wie bei mir zwei Jahre, Single ist, gewöhnt man sich bestimmte Marotten an: Ich zum Beispiele habe irgendwann aufgehört, für mich alleine zu kochen, weil es manche Lebensmittel nur in Verpackungsgrößen für siamesische Großfamilien am Sonntagmittag gibt und weil mir das Geschirrspülen immer zu lästig war. So erscheint es auf den ersten Blick sinnvoll, wenn man Miracoli im Topf erwärmen für ein romantisches Dinner wählt, denn man ist ja nur Essen aus der Mikrowelle gewöhnt.

Aber mal im Ernst: Es gibt zwei Faktoren, die bestimmen, wie wir uns in einer Beziehung verhalten und was wir von ihr erwarten: Unsere Zeit als Single und vorangegangene Beziehungen.

Es gibt keine Beziehungsbibel und wenn ich in Magazinen oder anderen Blogs lese „10 Dinge, die man als Langzeitpaar getan haben muss“ oder „Ihr passt nicht zusammen, wenn..“ kommt mir dezent die 11 mit süßsauer Soße und Leis wieder hoch. Wenn sich zwei Menschen finden, dann hat dies einen Grund oder im Idealfall mehrere Gründe. Ob diese Gründe zu einer festen zukunftstauglichen Beziehung führen zeigt die Zeit und für diese Zeit brauch man ein Scheißteil, welches sich Geduld nennt.

Diese Zeit, in der man ineinander verliebt ist aber sich doch noch aneinander gewöhnen muss, ist eine Achterbahn an Gefühlen und leider auch an – Zweifel. Nicht an seinem Partner, sondern vor allem an sich selbst: Man ist neugierig, möchte sich in den Alltag des Partners integrieren und hat Angst, das es alles „Zu viel“ ist. Oder das Gegenteil, man ist noch schüchtern und möchte den Partner nicht überrumpeln- hat aber Angst, dass dieser es als Desinteresse an sich wertet.

Das bringt mich zu der Frage, ob man es verlernen kann, eine Beziehung zu führen und erst wieder erlernen muss? Man sagt immer, Fahrradfahren verlernt man nicht. Nun ist das Prinzip „Fahrrad“ international gleich: Zwei Räder, zwei Pedale, lostreten. Menschen sind komplex und es gibt leider keinen Guide für den optimalen Umgang in einer Beziehung mit allen Menschen. Das muss man selbst herausfinden. So kann es sein, das plötzlich Dinge, die man für normal hielt, in den Augen des neuen Partners seltsam sind. Bei mir ist es zum Beispiel die Jogginghose: Wenn ich von meiner Schicht nach Hause komme, ist das erste, was ich tue, die unbequeme Dienstbekleidung loswerden. Manchmal wird das ausgezogene Kleidungsstück durch eine Schnellfickerhose ersetzt, manchmal auch nicht. Mein Freund schaute nicht schlecht, als ich ohne Vorwarnung mich umzog. Da hatte ich wohl verbummelt, das wir noch in der Phase sind, in der man sich schick füreinander macht („Der alte Fetzen? Das habe ich schnell drübergezogen“).

Oder Essen: Da macht man sich ein Nutellabrot und denkt einfach nicht daran, den anderen zu Fragen, ob er auch etwas möchte. Das ist kein Geiz, wobei ich bei Nutella dieses Verhalten verstehen würde, aber man denkt einfach nicht daran.

Ein weiterer Faktor, den einen Zweifeln lässt, ist der Vergleich der vorherigen Beziehung mit der neuen. Vor meiner zweijährigen Auszeit aus dem Pärchentum war ich drei Jahre in einer Beziehung. Nach solch einer langen Zeit ist die Kennenlernphase schon längst vorbei, man wohnte schon zusammen und jede Bewegung, Essen und Konversation waren routiniert. Ich vergleiche das gerne mit einem Ladebalken, jede Beziehungsphase hat so einen und in der Wir-wohnen-schon-Zusammen-Phase war dieser Balken schon gut bei 98 Prozent, ab der Hundert würde dann der nächte, entweder der Schwanger, Heiraten oder Wir-haben-alle-unsere-Wertsachen-verkauft-und-eröffnen-jetzt-eine-Biostrandbar-mit-selbstgebrauten-alkoholfreien-Bieren-in-Thailand Balken folgen. Nun ist der Fehler, dass man oft an diesen Anknüpfen will, aber beachten muss, das man erst bei 2% des Kennenlernens ist.

So finde ich es zum Beispiel seltsam, in einer Beziehung zu sein und trotzdem nach der Arbeit heimzukommen, ohne das jemanden auf einen wartet. Aber nicht, weil mein Freund nicht will, sondern weil mein einfach nochmal neu startet und lernen muss, wie man sich in dieser Beziehung mit diesem Menschen verhält.

Explodierende Mieten: Dauersingles haben Schuld!

Vor kurzem musste ich  als Alleinstehende auf die Jagd gehen, um die passenden vier Wände zu erlegen. Dabei gab es einige kuriose Situationen und ich fragte mich, wieviele Stories da wohl erst Immobilienmarkler auf Lager haben. Deshalb habe ich mir einen Gastautor vom Fach ins Boot (oder eher die Wohnung) geholt, nämlich Richard Nitzsche, der heute mal ein wenig aus dem Nähkästschen plaudert:

 

Als Immobilienmakler im Mietmarkt begegnen mir ständig Singles. Einzigartige Personen, mit eigenen Ansichten, Träumen und Wünschen. Und doch gleichen Sie sich. Sie tragen die selbe Bürde – plötzlich oder gänzlich allein zu sein. Auch auf Wohnungssuche lassen sich erstaunliche Ähnlichkeiten beobachten, die ich in drei Kategorien unterteile:

Kategorie A: Der Getrennte  

Zwischen zwei Arten frisch getrennter Singles muss der qualifizierte Makler unterscheiden: Der Getrennte und der Getrennt-wordene.

Der Getrennte ist ein anspruchsvoller Mietinteressent. Zumindest in der ersten Zeit. Er hat gerade seine Beziehung beendet, um seine aktuelle Lebens-Gesamtsituation zu verbessern: Bessere Wohnung, besseres Auto – besserer Partner? Wohnungssuche und Partnersuche des Getrennten verlaufen dabei in beeindruckender Symbiose: Zunächst besichtigt der Getrennte die schicken Penthäuser im Stadtzentrum: Blick über Frankfurt, Panoramafenster, Marmorboden mit Fußbodenheizung – vielleicht gibt es sogar einen Pool. Leider kann der Getrennte beim schicken Penthouse nicht landen. Das nötige Kleingeld fehlt.

Nach einigen erfolglosen Anläufen erkennt der Single, dass der Traum vom schicken Penthouse eine Illusion war. Jetzt interessiert er sich für die mittelhübschen Wohnungen am Rand des Zentrums. Nach kurzer U-Bahnfahrt ist die Innenstadt noch gut erreichbar. Mit ein bisschen Glück liegt im Wohnzimmer Parkettboden und kein Billiglaminat. Er könnte sich die Wohnung leisten, er wäre sogar der Richtige, der genau passende Mieter – doch leider ist die Konkurrenz der anderen Interessenten so groß, dass er doch nie zum Zuge kommt. Trotz vieler vergeblicher Anläufe und ausreichender Qualifikationen. Nüchtern oder betrunken. Mit Wingman und mit-ohne.

Nach einigen Monaten treffe ich in einer Besichtigung den inzwischen verzweifelten Getrennten wieder.

Er ist ausgehungert nach Wohnraum. Er fürchtet für immer auf der Straße zu sitzen und ganz ohne Wohnung den Rest seines Lebens bestreiten zu müssen. Schließlich mietet er ein heruntergekommenes Schlaf-Duschloch am Stadtrand. Nach 10 Minuten Fußweg zur S-Bahn-Station ist er noch 30 Minuten mit dem Sozialschlauch ins Zentrum unterwegs. Er nimmt das Schlaf-Duschloch, denn es ist gerade frei.  Es stand schon lange leer. Die Immobilie ist eine echte Notlösung, aber er will einfach nicht länger alleine sein. Weinend sitzt er einige Wochen später im winzigen, unrenoviertem Wohnzimmer zwischen vergilbtem Laminatboden und unausgepackten Umzugskisten und bedauert, die alte Wohnung jemals aufgegeben zu haben. Erst jetzt weiß der Getrennte sein altes Zuhause zu schätzen. Er vermisst die Geborgenheit und bedauert zutiefst, mit welcher Leichtigkeit er vor einiger Zeit die Kündigung unterschrieb. So gerne hätte er seine alte Wohnung jetzt zurück, doch sie wurde leider gerade wieder vermietet. An einen hübscheren Mieter…

Kategorie B: Der Getrennt-wordene

Für den Getrennt-wordenen ist in der Zeit der Wohnungssuche alles furchtbar. Er betrachtet sich selbst als Zuschauer einer falschen, traurigen Welt. Als Zuschauer sieht er sich nicht für die Handlungen des Protagonisten verantwortlich. Deutlich: Die Mietentscheidung geht ihm „Am Arsch vorbei“.

Makler arbeiten gerne mit Getrennt-wordenen zusammen. Aus Frust über die Gesamtsituation sind Getrennt-wordene leicht zu überzeugen: Sieht der Interessent erst alles schwarz, verschwinden Spinnweben und Schimmelstellen, Rost am Heizkörper und versiffte Bäder in kontrastarmen Grautönen…

Lichtet sich der Nebel des gebrochenen Herzens werden die Mängel offensichtlich, die Getrennt-wordene bei der Mietentscheidung billigend in Kauf genommen haben. Im Regelfall folgt nach einem kurz bis mittelfristigen Wohnintervall ein neuer Umzug in eine besser passende Immobilie. Hier freut sich der Makler! Er kann die frei werdende Wohnung schnell wieder anbieten…

Kategorie C: Der Dauersingle

Wer den Teufelskreis nicht durchbricht, mutiert nach einer Zeit in die dritte Single-Kathegorie, die mir während meines Arbeitsalltages in den Frankfurter Wohnschluchten begegnet: Der Dauersingle. Im Dauersingle vereinen sich die Single-Kategorien A und B zu einem selbstmitleidigen Pamp:

Nach umfassender Analyse ist der Dauersingle zum im Regelfall falschen Ergebnis gekommen, dass sich die derzeit bewohnte Immobilie nachteilig zur Veränderung seines Singlezustands auswirkt. Wegen des schlechte Karmas in der Singlewohnung kann er unmöglich eine neue Beziehung finden. Deshalb braucht er Veränderung. Schnell. Nahende Altersgrenzen erhöhen den Druck auf den Mietinteressenten exponentiell. Ich habe sämtlichen 29-jährigen Singlefrauen der Stadt mindestens einmal eine Wohnung vorgeführt.

Der Dauersingle möchte ins Zentrum oder in die typischen Singlelagen ziehen. In Frankfurt sind diese Bornheim, Bockenheim, Sachsenhausen und das Bahnhofsviertel. Der Zustand der Immobilie ist dem Dauersingle egal. Die Immobilie ist dem Dauersingle egal: Lage, Lage und nochmals Beziehung!

Weil sich gut verdienende Dauersingles gerne untereinander um zentral gelegene Wohnungen buchstäblich prügeln, sind sie die beliebtesten Kunden der Vermieterseite. Beim näheren Hinsehen wird somit deutlich: Aufgrund der beschriebenen Zustände sind Dauersingles die Ursache, wegen der mache Schrottimmobilie für über 20 EUR pro Quadratmeter angeboten und vermietet wird. Sie tragen somit die alleinige Schuld an der Mietpreissteigerung.

Bald ist Bundestagswahl. Sämtliche Parteien wollen die Mietpreise in den Ballungszentren senken. Ein Grundsatzprogramm, um sämtliche Dauersingles endlich und zügig in Beziehungen zu überführen, sollte deshalb im Koalitionsvertrag nicht fehlen!

Richard Nitzsche (29, !! Single !!) ist Immobilienmakler in Frankfurt und München und Autor des Blogs für Mieter auf Wohnungssuche www.mietercoach.de .Als Immobilienkolumnist schreibt er für die Wochenzeitung „Frankfurter Stadtkurier“ .Er ist regelmäßig in Expertenforen und Reportagen über den Mietmarkt in Großstädten zu sehen.

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Ich werde ein Jahr alt!

Hallo ihr Raviolirocker, Padawanschüler und Menschen-die-irgendwas-mit-Medien-machen. Hallo Stammleser oder Ab-und-zu-mal-Reinschauer:

Heute vor einem Jahr ging mein erster Artikel online:
Ich dachte mir nicht viel dabei, ich erstellte einfache eine Seite mit dem lustigen Namen der mir unter der Dusche einfiel und tippte drauf los über Sachen, die mir im Kopf rumgeisterten und die ich irgendwie loswerden musste.

Ich hatte in meinem Leben schon viele Hobbys oder Interessen, aber oft verflogen sie nach kurzer Zeit. Mit Schrecken erinnere ich mich, wie ich zu Ostern häßliche Ostereier gebastelt habe, die noch nicht mal ansatzweise einer ovalen Form ähnelten oder selbst mein Sauerkraut manschte.

Mein Blog habe ich jetzt schon ein Jahr und das ist eine lange Zeit für mich, an der ich nicht das Interesse an einem Projekt verliere. Geschrieben habe ich schon immer gerne, ich hatte sogar in der 5. Klasse bei der Schülerzeitung mitgewirkt, obwohl dies eigentlich erst für Schüler ab der 8. bestimmt war.

In einem Jahr ist viel passiert: Erst Job weg, dann neuer Job, Umzug vom Kleinstadttrott in eine pulsierende Metropole, die ein oder andere Liebschaft von der es zu berichten gab und vorallem das verarbeiten meiner Trennung und finden zu mir selbst, finden zu meiner Identität.

Ich finde es wahnsinnig faszinierend, zwischenmenschliche Verhältnisse gerade im digitalen Zeitalter zu ergründen und werde daher auch weiter fleißig beobachten & analysieren.

Das durchweg positive Feedback und die Freude, die ich selbst am Schreiben entwickelt habe, haben mich bestärkt, dies auch in Zukunft weiter zu machen und irgendwann auch beruflich zu schreiben, bis dahin ist der Weg aber noch lange, aber ich werde genug Bifi & Durstlöscher Kirsch mitnehmen, um ihn zu bestreiten.

Ich danke allen Lesern, Kommentatoren, Likern, Hatern und freue mich, wenn ihr auch das folgende Jahr dran bleibt.

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Ist es meine Schuld, wenn meine Abfuhr nicht akzeptiert wird?

 

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Es war Samstag, mir war langweilig – Zeit für das allseits beliebte Spampostfach im Buch der Gesichter und das Aufmischen von Facebookgrupen (Ist Facebook eigentlich sowas wie unser Diddlfreundebuch der Neuzeit nur mit öffentlicher Gästebuchfunktion?)

Ich entdeckte nach den üblichen „Hey`s“, Minionsprüchebilder von Mitfünfzigern und komischen „Winkt dir zu“ Nachrichten ein etwas längerer Text. Es ist zwar gut möglich, das dieser des berühmten „Copy & Past“ Quellbrunnen entstand, aber dennoch fand ich sie ganz süß. Interesse hatte ich trotzdem keines, aber da man munkelt, ich habe eine gute Kinderstube genossen, dachte ich, ich schreibe einfach mal zurück.

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Das Internet ist ein seltsamer Ort. Manchmal ist es sogar für mich -wie sagte eine Dame aus der Uckermark einmal- „Neuland“. Mir fällt es schwer, Gepflogenheiten aus dem echten Leben plötzlich im Internet abzulegen. Das gillt für Beleidigungen, Ansichten und auch in diesem Falle: Einen Korb geben. Ich schrieb ihm höflich, dass kein Interesse bestünde. Ich weiß nicht wie, aber daraus entwickelte sich dann doch ein Gespräch. Mehrmals betonte ich, glücklich vergeben zu sein, einen Freund zu haben und in einer Beziehung zu sein. Aber er machte weiter, fragte mich nach einem treffen und „Freundaft“. Ich hab nichts gegen Freundschaft, ganz im Gegenteil, auch eine Freundschaft zwischen Mann und Frau kann bestehen, aber wenn sich jemand erst einem an den Hals schmeißt und dann eine Freundschaft vorschlägt, kann man sich schon denken, was damit gemeint ist.

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Wie eine spätere Investigative Umfrage in 2 Facebookgruppen (Die eine purer Trash, die andere für Frauen) zeigte, war es wohl meine eigene Schuld, dass er mich immer wieder anbagerte, trotz höflichem Abweißens. Das ich nach den ganzen Anfeindungen gegen meine Person noch keinen Suizid begangen habe, gleicht an ein modernes Wunder, so wurde ich außeinander genommen. Denn wenn sehr viele Frauen in der Mädelsgruppe aufeinander treffen und das untervögelte Volk der „Kontakte finden“ Trashgruppe scheint ein neuer Weltkrieg im Anmarsch zu sein – gegen mich.

Irgendwie konnte ich mir aber auch nicht verkneifen, aufzuhören mit ihm zu schreiben. Ob es am Push des Selbstbewusstseins lag wie einige behaupteten oder die Neugierde, wie lange er es noch versucht, kann ich nicht sagen. Vielleicht ein bisschen von Beidem, denn natürlich ist es ein Kompliment wenn man weiterhin nach Kontakt angebettelt wird, Körbe zu verteilen um mein Ego aufzuwerten wäre aber eine neue Methode.

Der großteil Der Kommentare waren:

„Du ermutigst ihn mit deinem ständigem Antworten nur noch“

„Blockier ihn doch einfach“

„Wieso antwortest du“

Und: „Warum postest du das öffentlich“

 

 

Mal abgesehen davon, dass ich fast zerfleischt wurde, war ich etwas überrascht. Irgendwie sah ich mich im Recht. Ich kenne manchmal keine Grenzen zwischen Internet und echtem Leben und so verhalte ich mich auch. Ich dachte, wenn ich ihm höflich zu verstehen gebe dass ich kein Interesse habe, sollte er es doch kapieren müssen, oder? Wenn er vor mir stehen würde und ich ihm sagen würde, ich möchte nicht, würde er dann auch weitermachen? Irgendwie bezweifele ich das. Meine Weltanschauung verschiebt sich: Noch einmal zum Wiederholen: Ich bin Schuld, wenn meine Abfuhr nicht akzeptiert wird, weil ich die Höflichkeit besitze, zu Antworten? Das erinnert mich irgendwie an die Frage bei Vergewaltigungen, wenn dem Opfer die Schuld angelastet wird, weil es zu sexy angezogen war.

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Normalerweise sollte man sich der Meinung einer Mehrheit beugen oder zumindest seine hinterfragen wenn sie zu 90% die Gleiche ist. Aber irgendwie fühlt sich das für mich falsch an. Vielleichte sollte man auch nicht Fremde in großen Facebookforen fragen, die nur auf einen dummen Thread warten den sie zerhackstückeln können.

Ich fande es zumal sehr verwunderlich, wie aggressiv manche reagierten – als ob ich einen Kodex gebrochen hätte oder meinen Freund betrügen würde, weil ich insgeheim ja doch nur erobert werden wolle und deswegen doch nur so tue als hätte ich kein Interesse, damit er sich mal mehr Mühe gibt. Mein Statement: Äh Nein, sicher nicht.

Aber ich möchte einfach niemanden ohne triftigen Grund blocken oder ignorieren, ich finde man sollte auch in einem ganz normalen Gespräch, selbst wenn es digital ist, Höflichkeit bewahren.

 

 

Ich bin nicht Schuld, wenn jemand meine Abfuhr nicht akzeptiert und durch mehrmaliges Wiederholen dieser denkt, ich hätte doch Interesse – oder?

Sex mit dem Ex

„Aufgewärmt schmeckt nur Gulaschsuppe“

Erkundigt man sich bei Anderen, wie sie zu Sex mit dem/der Ex stehen, bekommt man oft diese -nennen wir es mal- Weisheit aufgetischt. Viele tun es oder haben es schon getan, sind aber oft zu peinlich berührt um es zuzugeben. Das liegt wohl daran, dass es als Zeichen der Schwäche angesehen wird, zu einem Menschen zurückzukehren, auch wenn es nur körperlich ist, mit dem man eigentlich schon abgeschlossen haben sollte. Die unbequeme Wahrheit ist aber, das Sex mit dem Ex einfach komfortabel ist. Man kennt sich schon, muss sich also nicht erst durch das Feld von Blümchensex kämpfen, bis man mal die Finger an anderen als den ursprünglich vorhergesehenen Stellen reinstecken (lassen) kann. Außerdem ist Sex mit dem Ex selten schlecht – außer es ist schon eine gute Weile her mit euch oder er hatte zwischendurch jemand anderen, die ihn/sie total versaut hat.

Das liegt einerseits daran, dass man die Vorlieben des anderen schon kennt, aber auch unser Unterbewusstsein spielt dabei eine tragende Rolle:

„Die Person möchte nicht mehr mit mir zusammen sein – jetzt zeige ich ihr erst Recht, was sie verpasst“.

Natürlich macht das Reiten auf der Vergangenheit in diesem Fall viel Spaß, dennoch sollte man sich immer bewusst sein, dass dies auch kein Dauerzustand ist. Auch der Gedanke „Vielleicht kommen wir so wieder zusammen“ sollte man ganz schnell verwerfen. Zwar gibt es Paare, die wieder zueinander fanden, aber ob dies einzig und alleine über die Sexschiene geschah, ist auszuschließen. Oft sind es wir Frauen (aber nicht nur), die, die dann doch traurig und heftig reagieren, wenn der Ex Partner erneut Schlussmachen muss (diesmal aber nur das Sexding), weil er jemand neues kennen gelernt hat – und das nicht nur zum Vögeln.

Wer mit seinem Ex schläft, sollte emotional die Beziehung schon abgeschlossen haben oder zumindest etwas Abstand gewonnen. Vermissen wird man den ehemaligen Partner wohl immer ein bisschen, aber sich Vorzustellen, das es ein Beziehungsrevival aufgrund gutem Sex gibt, ist Utopie. Sonst muss man zwei Trennungen durchleben und wir wissen, dass eine schon hart genug ist.

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Ninamyte

 

Erkenntnisse und Erstaunliches aus der Singlewelt 2.0